Month: November 2019

Einheimische Stauden & naturnahe Pflanzungen : Die Früh-Sommerfraktion

Im Frühjahr habe einen Post über Gärtnern mit Wildstauden gemacht, der recht interessiert gelesen wurde, leider bin ich zeitnah nicht dazu gekommen ihn mit den anderen Frühlingststauden und den Sommerstauden fortzuführen. Nun, da wir alle mehr Zeit in unseren vier Wänden verbringen, möchte ich das endlich nachholen.

Heimische Wildstauden kommen in Deutschland wild und indigen in der freien Natur vor. Die Einen häufiger, die anderen seltener oder in engeren Verbreitungsgebeiten, wie zum Beispiel den Alpen. Einige dieser Pflanzen kommen so selten vor, dass sie auf der Roten Liste stehen. Daneben gibt es wild vorkommende, konkurrenzstarke Pflanzen, die eingeschleppt oder gezielt ausgebracht wurden oder aus Gärten ausgebüchst sind und sich auch ohne Pflege “draußen” etablieren konnten . Diese Pflanzen bezeichnet man als Neophyten.

Wildstauden finden in Gärten leider immer noch zu wenig Verwendung, doch das Interesse wächst in letzter Zeit. Der Grund dafür liegt wahrscheinlich in der Debatte um das Insektensterben. Warum, einheimische Wildpflanzen hier so eine bedeutende Rolle spielen, erkläre ich weiter unten. Häufig sind Wildstauden wüchsiger und robust und oftmals sind wirklich sehr schön anzusehen. Also woran liegt es, dass sie immer noch recht selten Eingang finden? Vielleicht, weil hier und da ihre Blüten nicht so groß sind, oder sie eine kleinere Farbpalette aufweisen. Sicher aber auch, weil sie nicht zum Sortiment von Baumärkten und Pflanzenhandel gehören. Der Zugang ist erschwert.

Orange-rotes Habichtskraut, Fingerhut und Ferkelkraut.

Bei naturnahen Pflanzungen werden auch nicht heimische Arten genutzt, die aber in anderen Florenregionen oder Zonen wild vorkommen. Oder es handelt sich um Auslesen bzw. Verbesserungen von heimischen Arten, weshalb sie nicht als heimische Wildpflanzen bezeichnet werden können, auf einige Pflanzen dieser Kategorie werde ich auch eingehen.

Beispiel für eine naturnahe Pflanzung mit verschiedenen Skabiosen, Purpur-Witwenblume, Steppensalbei und Lupinen.

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Fledermausmonitoring und was wir im Garten für Fledermäuse tun können

Fledermausfotos mit freundlicher Genehmigung von Christoph Prochotta

Diesen Herbst hatte ich das Vergnügen beim Fledermausmonitoring dabei sein zu dürfen. Das Monitoring ist das Überwachen der Bestände in Größe und Artzusammensetzung an bestimmten Orten oder über bestimmte Routen, zb. bei wandernden Arten. Die Tiere werden auch gewogen, um Rückschlüsse auf ihren Gesundheitszustand zu ziehen und sie werden auf Parasiten untersucht. Diese Fledermäuse wurden auch beringt, genau so, wie auch Vögel beringt werden.

Diese Aktion war öffentlich und Teil der Öffentlichkeitsarbeit vom Nabu und dem Schutzgebiet, in dem die Fledermäuse gefangen wurden. Nur ganz wenige Experten haben aber für das betreffende Bundesland eine Fangberechtigung und dürfen diese Arbeit praktisch ausführen, während alle anderen gucken dürfen.

Und wie läuft so etwas ab?

Alle Fledermausfotos mit freundlicher Genehmigung von Christoph Prochotta

Zu Einbruch der Dunkelheit werden die Fangnetze an den vermuteten Flugschneisen aufgestellt. Sie sind 5 Meter hoch und noch um einiges breiter. Das Material ist ein ganz dünnes Netz, vom Material so dünn wie eine Strumpfhose aber schon eher netzartig als gewoben.

Am erfolgreichsten fängt hier der frühe Vogel, denn die Fledermäuse können mit etwas Mühe und besonders bei Wind die Netze dennoch wahrnehmen. Die Experten haben den Eindruck, dass die Fledermäuse eine geringere Wahrnehmungsfähigkeit zeigen, wenn sie gerade aus dem Bett gepurzelt sind und zum nächtlichen Frühstück ihr Versteck verlassen.

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