Author: sas (page 1 of 25)

1. Honigernte: Wie geht eigentlich Honigschleudern?

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Jetzt kommt endlich der Post zum Honig schleudern! Letztes Jahr durfte ich bei meinem Imkerpaten das erste Mal beim Honig schleudern helfen, dieses Jahr habe ich mit ihm ach meinen eigenen Honig geschleudert. Für die routinierten Imker normal und banal und keinen Kommentar wert, für mich spannend und lehrreich, denn ich durfte überall selbst Hand mit anlegen.

Erste Erkenntnis: Honigschleudern ist eine langwierige Angelegenheit- hier wurde 6 Stunden gearbeitet, nur fürs Schleudern (Ohne Endreinigung der Räumlichkeit). Zweite Erkenntnis: Es ist eine ganz schöne Sauerei. Man tut gut daran, die passenden Räumlichkeiten und Hilfsmittel zu haben.

Es war die erste Ernte im Jahr, die Frühjahrestracht. Mein Imkerpate hatte aus all seinen Völkern von verschiedenen Standorten die Honigwaben zusammen getragen. Hier standen sie nun alle übereinander gestapelt und warteten darauf, entdeckelt zu werden. Vor dem Entdeckeln wird mit dem Stockmeißel der Anbau auf den Oberträgern entfernt.

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Das ist alles schönes, neues Wachs was gesammelt, aufbereitet und so dem Wachskreislauf wieder zugeführt werden kann oder verkauft werden kann. Mit dem Wachs in den Honigwaben macht man das nicht, das wird, wenn es eingeschmolzen wird, dem Kreislauf entzogen. Denn dieses Wachs kann durch Bienenmedikamente oder Einträge aus der Landwirtschaft belastet sein. Solches Wachs benutzt man dann zur Herstellung von Kerzen oder in der Industrie usw., wenn man Großimker und nennenswerte Mengen abgeben kann.

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Lupilove und der Rosenbogen

In den letzten zwei Wochen haben die Lupinen geblüht und sind schon wieder dahin, gleiches gilt für die holländischen Iris- eine Wand aus Blüten! Massenpflanzungen sind immer sehr beeindruckend. Die Rosen dagegen verteilen ihren Blühbeginn über die gesamte Zeit. Die Späteste “Dortmund” hat noch gar nicht angefangen.

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Bienen: Aus 1 mach 4: Mission Schwarmfang

Leben ist das, was passiert, während du dabei bist, andere Pläne zu schmieden. Das gilt auch für meine Pläne mit den Bienen. Ich dachte ja ich hätte das Thema Schwarmkontrolle erfolgreich hinter mich gebracht, aber ich hatte mich geirrt und der Grund ist einfach: Meine mangelnde Erfahrung.

Ich hatte doch einen Königinnenableger gemacht und 3/4 des Volkes mit zwei Weiselzellen (bereits gelegte Königinnen) in der alten Kiste zurück gelassen. Weil das Volk aber nun erst mal ohne Königin war, bekamen sie Panik und legten Nachschaffungzellen an. Die erste Königin stach nicht die zweitgeborene ab, wie ich erwartet hatte, weil das Volk bereits zu stark in Schwarmstimmung war, als ich eingriff. Und während ich mich schön zurück lehnte, machte sich die erste Königin mit der Hälfte der Bienen in der alten Behausung auf zu neuen Ufern:

Diese Traube war riesig und sauschwer. Ich konnte die Kiste mit den Bienen nicht mehr alleine heben. Zu dem Eigengewicht der Bienen kommt ach noch 2-3 Kg Honig dazu, den so ein Schwarm als Reiseproviant mitnimmt.

Normalerweise macht man das nicht nachts, denn dann können die Bienen sich nicht selbst in die Schwarmfangkiste einfinden, weil es zu kalt ist und sie nicht auffliegen können.

Warum habe ich es dann nachts gemacht? Weil ich nicht wusste, wann der Schwarm abgegangen war und wie lange er da hing. Denn so ein Schwarm bleibt nicht lange in dieser Traube hängen. Beim ersten Sonnenstrahl am nächsten Morgen hätte er weg sein können. Deshalb musste ich es sofort machen, als wir ihn bemerkten. (Anruf von meinem Mann: ” Wart mal, hier hängt irgendwas im Baum, ne Tüte oder sow…. ach du *!!”–> Für Interessierte: Wie entscheiden Bienen sich für eine neue Behausung (in englisch) Vortrag von Tom Seeley, professor of neurobiology and behavior: Honeybee Democracy

Mein Mann hat ein kleines Filmchen gemacht, von meinen Bemühungen den ersten Schwarm einzutüten, die Musik dazu hat er gleich dazu gemacht:

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Gartenrundgang Ende Mai

Heute gibt es wieder einen klassischen Gartenrundgang: Gucken was wächst und was sich wie entwickelt. Neu an diesem Standort: Die schwefelgelbe Iris. Sie macht sich prächtig, deutlich besser als an ihrem alten Standort. Der Rhododendron kämpft darum den Farn zu überragen, um überhaupt noch Licht abzukriegen.
Im Garten beginnt jetzt wieder die lila Phase: Lila dominiert das Bild, hier von Allium und Akelei.

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Gärtnern mit einheimischen Wildpflanzen: Die Frühlingsfraktion 1

Es gibt nichts neues unter der Sonne. Der Garten reift und ist langsam voll, ich kaufe immer weniger Neues hinzu und einige, die schon länger gucken kennen, sicher schon alle Pflanzen, die jeden Frühling wieder auftauchen. Deshalb mache ich heute einen Gartenrundgang, bei dem ich verschiedene Wildstauden in meinem Garten vorstelle, als neuen Blickwinkel und zwischendurch zeige ich immer mal ein Blick links und rechts auf das Gesamtbild.

Der Dolden-Milchstern

Keine Staude sondern eine Zwiebelpflanze, ganz korrekt ein Zwiebel-Geophyt: Der doldige Milchstern oder Stern von Betlhehem (Ornithogalum umbellatum)

Seine  Zwiebeln liegen in 2 bis 4 cm Tiefe und sind wie furchtbar viele Pflanzen in meinem Garten giftig. Die Zwiebeln sind besonders giftig, ihre beiden Giftstoffe , wirken besonders stark auf das Herz. Also besser nicht anknabbern, auch nicht von der Katze knabbern lassen.

Die Frühjahrsblätter ziehen früh ein und sind im Sommer nicht mehr sichtbar. Deswegen machen sie sich gut als Unterpflanzung für spät austreibende Rabattenpflanzen und stören auch im Rasen nicht.

Der doldige Milchstern kommt in weiten teilen Europas vor. In Deutschland ist er weit verbreitet und nicht gefährdet. Als Standort bevorzugt er im natürlichen Habitat Wegränder, Weinberge und trockene bis frische Wiesen- letzteres ist der Standort bei mir. Er liebt die Sonne. Sobald sie scheint, öffnet sich die Blüte, bei bedecktem Himmel und abends schließt sie sich wieder, wie bei einem Buschwindröschen.

In freier Natur ist der Dolden-Milchstern relativ selten anzutreffen, jedoch kommt er dort, wo er wächst, gleich im Rudel vor, das kann man bei mir schön sehen. Die Zwiebelpflanze ist verhältnismäßig vermehrungsfreudig, was sie zum Verwildern prädestiniert macht. Aber man kann den Milchstern leicht wieder los werden, in dem man die Zwiebeln aus dem Boden entfernt. Die Pflanze samt sich nicht aus, sondern vermehrt sich hauptsächlich vegetativ über ihre Brutzwiebeln. Die Blüten werden sehr gerne von Bienen besucht.

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Der Gemüsegarten Anfang Mai

Endlich kann ich auch mal wieder Bilder aus dem Gemüsegarten zeigen, denn nun gibt es ach wieder was zu sehen. Hier vorne roter Kohlrabi, dahinter Knoblauch.

Hier kommen schon die Erbsen aus der Erde.
Hier wachsen verschieden Rettiche, Radies, Schnittsalat und Asiasalat.
Im Beet gerade zu hinten wächst wieder Knoblauch, hier die sehr große Sorte Messidrome.
Grüner Kohlrabie im Hochbeet. Hier kommen später die Chilis und Paprika rein.
Das Kräuterbeet mit Thymian, Schnittlauch, Schnittknoblauch, Maggikraut, Bohnenkraut, Salbei und Oregano. Borretsch und Dill keimen gerade. In der leeren Ecke vorne habe ich Frühlingszwiebel gesäht.
Im Kompost, der im Hochbeet gelandet ist, waren sehr viele Kürbissamen (Hokkaido). Das war nicht geplant, aber jetzt habe ich natürlich selektierte Sämlinge. Muss ich nur umsetzten. Da können sie nicht bleiben.
2. Ernte

Aus 1 mach 2: Mein Bienenvolk hat sich vermehrt!

Uh, das war knapp und ich habe dabei ganz schön geschwitzt!

Eigentlich wollte ich nur so prophylaktisch einen Ableger machen weil ich mein Volk sehr stark fand und Sorge hatte, dass ich aus Unerfahrenheit den richtigen Zeitpunkt verpasse und mir ein Schwarm abgeht. Immerhin war es erst Ende April. Mein Imkerpate scherzte noch, “So, du hast also Panik?…” Als wäre der Gedanke völlig übertrieben.

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Mai-Wonne Akelei

Zur Zeit blühen wieder die Akeleien im Arbeitsgarten. In Meinem fangen sie gerade erst an.  Wie jedes Jahr wieder aufs neue fasziniert von ihrer Blütenvielfalt. Zeit zu zeigen, was in der Akelei steckt:

Ich hatte das 2015 schon mal gemacht: So sah es damals aus:

Die Wunderwelt der Akelei

Ich zitiere mich mal kurz selbst von damals:

Die Akelei samt sich nämlich selbst aus und sucht sich dabei den geeigneten Standort selbst. Dabei kreuzt sie sich permament mit sich selbst/ mit umstehenden Akeleien, so dass sie unzählige Varianten von sich produziert. So kann man nie davon ausgehen, dass man die Muttersorte auch in den Kindern wiederfinden wird. Die Bandbreite an Variation, die die Akelei dabei ausschöpft, ist enorm und überrascht mich immer wieder. Eigentlich will man keinen Sämling ausreißen, weil man hofft noch etwas neues zu sehen, auch wenn das Beet schon aus allen Nähten platzt.

Und das ist die diesjährige Kollektion:

Einige Exemplare von 2015 gibt es immer noch, einige neue sind hinzu gekommen.

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2 Wochen April: Kompost, Euphorbien, Tulpen& Co.

Die Tomaten sind nun so groß, dass sie an die Decke der Anzuchtstation stoßen, deshalb ziehen sie nun in Töpfen ins Gewächshaus um. Gleichzeitig ist das der Anstoß für mich, mich um die Bodenauffrischung in den Tomatenbeeten, dem Gewächshaus, dem Hochbeet und den Kübeln zu befassen. Denn was das für einen Unterschied und für Probleme machen kann, wenn man es nicht tut, habe ich letztes Jahr gelernt.

Ein Kompost muss wieder als Nahrungslieferant herhalten, obwohl ich nicht behaupten kann, dass er durch wäre. Aber  auch unreif ist der Kompostinhalt super zeug und sehr nahrhaft. Es sieht fast aus, als hätte ich die Schubkarre mit Stallmist befüllt.

Es sind Holzhächsel, ehmaliges Unkraut, Erntegut und vor allem Fallobst. Darauf stehen die Mistwürmer total.

Dies Jahr sind überall unfassbar viele Apfelsämlinge aufgegangen. Ich habe keine Ahnung warum, denn ich habe nichts anders gemacht, als in den anderen Jahren. Und die Sämlinge sind nicht nur im Kompost, sie sind auch im Fallbereich unter den Bäumen, auf den Beeten und Wiesen und es sind auch mehrere der Sorten, die ich habe. Mysteriös!

Letztes Jahr hatte ich in Zuge der Tomatendüngung von Asche als Dünger gehört. Ob man mehr die Vorteile sieht, oder die Bedenken teilt ist Ansichtssache. Hier kann man sich, bei Interesse zu dem Thema kurz informieren.

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Vollfrühling, Steingarten und 1. Honigraum

Der Beginn der Obstbaumblüte läutet den Vollfrühling ein und gleichzeitig ist er das Signal für das Imkerei-Handwerk den Honigraum aufzusetzen, den jetzt wird enorm viel Honig eingetragen nd das Volk wächst exponential. Gleichzeitig blüht’s auch andersweitig in allen Ecken und ich habe eine Menge zu tun.

Türkenpflaume im Vordergrund, dahinter die Kirsche

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