Category: Pflanzen (page 1 of 8)

Gärtnern mit einheimischen Wildpflanzen: Die Frühlingsfraktion 1

Es gibt nichts neues unter der Sonne. Der Garten reift und ist langsam voll, ich kaufe immer weniger Neues hinzu und einige, die schon länger gucken kennen, sicher schon alle Pflanzen, die jeden Frühling wieder auftauchen. Deshalb mache ich heute einen Gartenrundgang, bei dem ich verschiedene Wildstauden in meinem Garten vorstelle, als neuen Blickwinkel und zwischendurch zeige ich immer mal ein Blick links und rechts auf das Gesamtbild.

Der Dolden-Milchstern

Keine Staude sondern eine Zwiebelpflanze, ganz korrekt ein Zwiebel-Geophyt: Der doldige Milchstern oder Stern von Betlhehem (Ornithogalum umbellatum)

Seine  Zwiebeln liegen in 2 bis 4 cm Tiefe und sind wie furchtbar viele Pflanzen in meinem Garten giftig. Die Zwiebeln sind besonders giftig, ihre beiden Giftstoffe , wirken besonders stark auf das Herz. Also besser nicht anknabbern, auch nicht von der Katze knabbern lassen.

Die Frühjahrsblätter ziehen früh ein und sind im Sommer nicht mehr sichtbar. Deswegen machen sie sich gut als Unterpflanzung für spät austreibende Rabattenpflanzen und stören auch im Rasen nicht.

Der doldige Milchstern kommt in weiten teilen Europas vor. In Deutschland ist er weit verbreitet und nicht gefährdet. Als Standort bevorzugt er im natürlichen Habitat Wegränder, Weinberge und trockene bis frische Wiesen- letzteres ist der Standort bei mir. Er liebt die Sonne. Sobald sie scheint, öffnet sich die Blüte, bei bedecktem Himmel und abends schließt sie sich wieder, wie bei einem Buschwindröschen.

In freier Natur ist der Dolden-Milchstern relativ selten anzutreffen, jedoch kommt er dort, wo er wächst, gleich im Rudel vor, das kann man bei mir schön sehen. Die Zwiebelpflanze ist verhältnismäßig vermehrungsfreudig, was sie zum Verwildern prädestiniert macht. Aber man kann den Milchstern leicht wieder los werden, in dem man die Zwiebeln aus dem Boden entfernt. Die Pflanze samt sich nicht aus, sondern vermehrt sich hauptsächlich vegetativ über ihre Brutzwiebeln. Die Blüten werden sehr gerne von Bienen besucht.

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Mai-Wonne Akelei

Zur Zeit blühen wieder die Akeleien im Arbeitsgarten. In Meinem fangen sie gerade erst an.  Wie jedes Jahr wieder aufs neue fasziniert von ihrer Blütenvielfalt. Zeit zu zeigen, was in der Akelei steckt:

Ich hatte das 2015 schon mal gemacht: So sah es damals aus:

Die Wunderwelt der Akelei

Ich zitiere mich mal kurz selbst von damals:

Die Akelei samt sich nämlich selbst aus und sucht sich dabei den geeigneten Standort selbst. Dabei kreuzt sie sich permament mit sich selbst/ mit umstehenden Akeleien, so dass sie unzählige Varianten von sich produziert. So kann man nie davon ausgehen, dass man die Muttersorte auch in den Kindern wiederfinden wird. Die Bandbreite an Variation, die die Akelei dabei ausschöpft, ist enorm und überrascht mich immer wieder. Eigentlich will man keinen Sämling ausreißen, weil man hofft noch etwas neues zu sehen, auch wenn das Beet schon aus allen Nähten platzt.

Und das ist die diesjährige Kollektion:

Einige Exemplare von 2015 gibt es immer noch, einige neue sind hinzu gekommen.

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Vollfrühling, Steingarten und 1. Honigraum

Der Beginn der Obstbaumblüte läutet den Vollfrühling ein und gleichzeitig ist er das Signal für das Imkerei-Handwerk den Honigraum aufzusetzen, den jetzt wird enorm viel Honig eingetragen nd das Volk wächst exponential. Gleichzeitig blüht’s auch andersweitig in allen Ecken und ich habe eine Menge zu tun.

Türkenpflaume im Vordergrund, dahinter die Kirsche

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In der Anzuchtstation

Chilis und Tagetes

In der Anzuchtstation wird es eng. Wie ich erwartet habe ist durch die Anzuchterde das Wachstum der jungen Pflänzchen ganz enorm. Einige Pflanzen tun sich besonders hervor. Das sind die Tagetes, eine Variation die wenifer gefüllt blüht, aber um die 1 Meter hoch wird und die Tasmanian Black Chili, sowie der ungarische Spitzpaprika. Von der Paprika/ Chili Chay ist nur eine Pflanze auf gegangen und die mickert trotz der gleichen Erde vor sich hin. Ach die Thunder Mount. Longhorn wächst nur sehr zart. Es scheint sortenbedingt.

Warum ziehe ich denn Tagetes vor, wird sich mancher fragen. Die Antwort ist: Wegen der Schnecken in meinem Garten. Die machen alles platt, was sich selbst aussäht. Die Sämlinge haben keine Chance. Ich weiß nicht, ob die vorgezogenen den Schnecken Widerstand leisten können, ich hoffe es aber.

Bei dem Größenzuwachs muss deswegen endlich umgetopft werden, die Pflanzen haben schon angefangen sich gegenseitig zu beschatten. Die Kleineren haben das Nachsehen. Die Wurzelentwicklung ist sehr zufriedenstellend.

Die dunklen Pigmente der Tasmanian Black sind auch nach den Keimblättern immer noch zu sehen. Sieht spannend aus. Und weil es so eng wird mit so vielen Pflänzchen, musste ich mich erweitern und noch eine kleine Anzuchtstation dazu kaufen. Ich hätte natürlich lieber gleich die Zwei-Etagen-Variante genommen, aber der Preis für die LED-Lampen in Verbindung mit der Metallkonstruktion sind echt atemberaubend teuer. Da könnte ich eine Menge Pflanzen im Baumarkt für kaufen. Aber schön sieht es aus und ich stehe jeden Morgen und Abend vor meinen Jungpflanzen und gucke ihnen beim Wachsen zu.

Wer sich über die andere Optik wundert: Mein Worpress wurde geuptdatet und alle möglichen Funktionen wurden gestrichen und ersetzt durch total einschränkenden Müll, konzipiert für Nutzer die mit SMS lesen gelernt haben. Der Weiter-lesen-Button wurde gestrichen, selbstbestimmte Fotoanordnung und Vergrößerung durch klicken, Link-Entfernung und das aller unfassbarste auch der Blocksatz in der Schriftformation! WTF?!


Biberazzi – Besuch beim Biber

Neulich machte ich mit Freunden einen kleinen Spaziergang hinterm Haus des Gastgebers in der Schorfheide Chorin. In dieser durch die letzte Eiszeit geprägten noch relativ jungen Landschaft wimmelt es vor Seen, Mooren und kleinen Wasserwegen. Die Landschaft ist eine Einladung für den Biber und er ist ihr auch nachgekommen. Ich habe auch schon öfter mal einen angenagten Baum hier und da gesehen, aber noch nie habe ich das Wirken des Bibers so extrem gesehen, wie in diesem Habitat.

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Biberteich

Für die Rückkehr des Bibers werden Infobroschüren verfasst, wie für die Rückkehr der Wölfe, denn er ist eine waschechte “Konflikttierart”. Titel: “Wieder mit dem Biber Leben lernen”…. Wir sind es nicht mehr gewohnt, dass jemand anderes als wir die Landschaft nach seinen Bedürfnissen verändert. Und man muss schon sagen, es ist beeindruckend, was eine Biberfamilie so alles bewirken kann.

Das hier war offensichtlich ja mal kein See. Jetzt ist es ein stehendes Flach-Gewässer, gemacht durch den Biber, der hier Wasser aufgestaut hat. Irgendwie magisch, dieser Ort.

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Biberburg

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Astern und Blatschmuck im Herbst

Die Gartensaison neigt sich dem Ende und das macht mich immer sehr wehmütig. Ein Trostpflaster sind aber die Asternblüte und die schönen Farben im Laub. Da wird selbst zur Blattschmuckstaude, was eigentlich nicht als solche gilt:

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Pfingstrose im Vordergrund, Straußenfarn hinten.

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Chinesischer Bleiwurz -Ceratostigma plumbaginoides

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Blümchenguck Juni II & Juli I

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Ich habe wieder Blümchen- über Blümchenfotos gesammelt und natürlich auch ein paar Bestäuberfotos, deshalb nicht lang reden sondern gucken:

Die Phloxe:

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Achillea ptarmica ‘Schneeball’ – Gefüllte Bertramsgarbe, darunter  links oben ‘Kirmesländer, ‘Anne’, eine namenlose Taglilie, und Waldhortensie ‘Annabelle’ mit Herstannemonen. Die blühen seit dem Ableger nehmen das 1. Mal.

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Suchbild Katze

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Meine tollen Rittersporne

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‘Janusz Korczak’ (Hoher Rittersporn)

Das ist die Mutter aller Rittersporne in meinem Garten, oder besser der Vater (dem Namen nach) und fast aller, denn ich habe zwei Neuzugänge bei meiner Mutter ausgegraben. Auf den kleinen Bildern auch noch mal bei bedecktem Himmel und Abendlicht.

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DSC_0227Und das ist ein ausgekreuzter Sämling, der nun keinen Namen hat. Da darf ich mir ja einen ausdenken, oder? Der ‘Janusz Korczak’ ist dies Jahr über zwei Meter hoch, dieser Sämling, der nicht weit vom Stamm gefallen ist, in jeder Hinsicht, eifert ihm nach. Er ist richtig Lavendel-blau, siehe Lavendel auf dem Vergleichsfoto. Vielleicht nenne ich ihn einfach ‘Lavendel-Blau’.

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1. Gartenrundgang Mai- Flieder, der Herrentags-Indikator

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Immer wenn der Flieder blüht, weiß ich dass Herrentag naht, wohingegen ich das eigentliche Datum nicht im Kopf habe. Es ist eine meiner ersten Kalenderassoziationen mit Pflanzen, die ich in meiner Kindheit gemacht habe. Wenn dann die Fahrrad fahrenden Herrengedecke die Dörfer abtingelten, hatten sie immer die wilden Fliederbüsche unterwegs geplündert und die Lenker damit verschönert. Hatten natürlich keine Gartenscheren mit dabei und ich fand es immer ganz schlimm, wie das abgerissen wurde. DSC_0035

Mein Fliederwäldchen wächst so hoch, dass ich kaum an eine Blüte komme. Aber es riecht soooooo gut! Ich stehe unter den Bäumen und inhaliere diesen wahnsinnigen Duft. Die ganze Anlage ist voll mit Flieder und diese Pracht ist überwältigend.

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Ich habe mittlerweile auch alle Farben. Vom Nachbar hat sich der hellviolette Flieder unterm Zaun durchgedrückt. Dieser Ausbreitungsdrang ist aber echt lästig. Ich muss immer hinterher schnippeln, damit er nicht alles für sich einnimmt.

DSC_1001Hier soll nämlich Platz bleiben für meinen braunen Storchenschnabel (Geranium phaeum). Der hat mit den Jahren hier auch kräftige Horste gebildet und sät auch hier und da aus.

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Steingarten, Gewächshaus, Neuanschaffungen, Frühblüher

Lange musste ich mich mit der Bepflanzung des Erdstreifens von der Hausfront zurückhalten, weil der Bereich jahrelang eine viel betrampelte Baustelle war. Da jetzt aber endlich die Arbeiten an der Fassade abgeschlossen sind, kann ich mich endlich der Gestaltung widmen.

Klar war immer, hier muss es trocken werden, da gießen nicht gut für die Wand und das Fundament ist. Ich dachte früher an einen Kiesgarten wie gegenüber, aber ich habe keine Wegbegrenzung, die die Kiesel halten kann. Außerdem habe ich das ja schon. Mein Ziel ist es möglichst viele Lebenswelten in meinem Garten anzulegen. Bei den Bauarbeiten ist eine Menge Putz und Zement auf die Fläche gebröckelt und es hat sich ein gewisser Lebensraum entwickelt, der an einen alpinen Steingarten denken lässt. Die Sonne knallt auch die ganze Zeit: Alles passt.

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Ich muss gar nicht mehr  viel machen. Ich lasse den Schutt einfach liegen. Das Steinkraut fühlt sich hier seit Jahren wohl und versucht sich ständig zu versamen. Ich habe nur noch ein paar Steine dazu getan, die ich auf Ausflügen einsammle.

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