Category: Bienen (page 1 of 3)

Frühlingserwachen & Winterbilanz Bienen

Das Gute zuerst: Es blüht! Es fliegt! Das Leben kehrt zurück. Hier habe ich in all dem (natürlich trotzdem ersehntem) Regen mal einen sonnigen Augenblick erwischt: Ist das nicht schön?

Es war nicht warm, vielleicht 11 Grad, aber die Bienen waren schon wieder unterwegs. Unglaublich. Ich frage mich wie viele Biene da draußen auf der Strecke geblieben sind. Aber der Drang raus zu kommen muss mächtig gewaltig sein.

Zwei Völker sind bisher durch den Winter gekommen. Der ist ja noch nicht ganz vorbei, jetzt kann es noch zu Futterengpässen kommen, aber es ist warm genug, dass man Notfüttern kann. Derzeit haben die Bienen aber noch genug Vorräte. Wie ist also der Winter seit dem letzten Bericht weiter gegangen?

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Bestäubend schön Berlin- Die Broschüre ist da!

Zum Abschluss der Kampagne Bestäubend schön Berlin – Begrünen für Wildbienen und Co., in deren Rahmen auch der gleichnamige Gartenwettbewerb stattfand, ist nun auch die Broschüre raus gekommen, in der man viele der Gärten in Bildern sehen kann. Meiner ist auch dabei :-) Neben dem Rückblick auf die Wettbewerbsgärten gibt es in der Broschüre aber noch mehr zu entdecken:

Die Broschüre gibt es auf der Internet-Präsenz der Grünen Liga Berlin zum Download, kann aber dort auch als Druckexemplar bestellt werden.

“Die Broschüre ist ein Ratgeber für alle, die in Berlin insektenfreundlich gärtnern und so einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität und damit unserer Lebensgrundlagen leisten wollen. Es werden zahlreiche praktische Tipps und Hinweise zu bestäubenden Insekten, zu passenden Pflanzkombinationen oder Nistmöglichkeiten gegeben, und beispielhafte bestäuberfreundliche Begrünungsprojekte vorgestellt.”

Quelle: https://www.grueneliga-berlin.de/publikationen/projektbroschueren/bestaeubend-schoen-berlin-begruenen-fuer-wildbienen-und-co/

Also, dass es dieses Bild auf in die Broschüre geschafft hat und das auch noch seitenfüllend ist echt der Knüller:-) Mein schöner Giersch. So sieht die Doppelseite aus:

Die Broschüre ist wirklich toll geworden: Informativ, nützlich und sehr schön anzuschauen.

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DIY: Wachstücher als Ersatz für Frischhaltefolie

Wachstücher als Ersatz für Frischhaltefolie erleben ja gerade einen Hype. Die Idee dahinter und das Material haben mich als Bienenliebhaber natürlich sofort angesprochen. Da schreckt mich auch der Hype nicht ab:-) Ich wollte schon länger gerne mal ausprobieren, ob die Wachstücher wirklich so eine tolle Alternative sind. Mein Brot verschimmelt leider zu oft, obwohl ich ein Holz/ Bambuskunststoff Brotkorb habe. Meine Gemüselagerung könnte ich auch besser gestalten. Für all das sollen Wachstücher eine Lösung anbieten. Na dann! Zunächst wollte ich welche kaufen, weil ich mal wieder keine Zeit hatte mich damit zu befassen.

In diesen Wachstuch versteckt sich ein Käse

Ich suchte und fand die Wachstücher bei meinem Biohändler, aber sie waren brutal teuer- sicher nicht unangemessen, aber so viel Geld wollte ich nicht zum Probieren ausgeben. Schön waren sie auch nicht. Die Absicht pausierte.

Zuletzt hatte ich aber ein Praktikum bei einem Demeter-Imker gemacht und dort wurden auch Wachstücher in Kleinproduktion hergestellt. So konnte ich gucken, wie man es macht, mit was für Kniffen gute Ergebnisse erzielt werden und habe gleich noch etwas feinstes Wachs dazu bekommen.

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Bienenvolk an Varroa gestorben

Es gibt ja für alles ein erstes Mal. Dieses Mal ist mir mein erstes Bienenvolk eingegangen, so, wie es aussieht an Varroa. Ich werde immer noch nicht fertig drüber, dass mich meine Beobachtungen so getäuscht haben. Es ist ja nicht so, dass ich mich nicht darum gekümmert hätte.

Ja was ist passiert? Ich kontrolliere immer schön meine Varroa-Schublade oder auch Windel, um zu sehen, wie der Varroafall ist (die Winterbehandlung steht ja noch an) und wie groß das Volk ist. Das sah leider bei allen drei Völkern, die eine Windel haben, die ich kontrollieren kann nicht gut aus. Der Varroafall ist viel zu stark für das, was ich an Behandlung durchgeführt habe und das Gemülle lässt bei 2 von 3 Völker auf eine für meinen Geschmack viel zu kleine Wintertraube schließen, und das obwohl die Völker im Sommer stark waren. Leider kann ich bis zur Winterbehandlung überhaupt nichts tun. Ein Volk, es war der zweite Schwarm, hat keine Windel, weil es in einer anderen Beutenform untergebracht wurde. Ich hatte damals kein Material mehr und musste mir ruck zuck was kaufen. Diese Beute gab es günstig und ich konnte sie sofort mitnehmen, es ist auch ein Zandermodell aber ein altes mit Nut und geschlossenem Boden ohne Gitter und Einschub für eine Windel.

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Die braune Beute ist der Übeltäter.

Ich habe mir nicht vorstellen können, dass so etwas Kleines so große Probleme machen kann, aber ich habe quasi blind damit Imkern müssen. So lange man die Beute (der Temperatur wegen) noch öffnen konnte, ging es noch, ich konnte ja gucken, wie groß das Volk ist und was darin passiert. Aber Gemüllediagnose war nicht drin. Auch das Auffüttern war schwieriger. Das größte Problem war aber, dass ich nicht genug Ameisensäure-Verdunster hatte und ich mit denen, die ich hatte nacheinander rotierend arbeiten musste. Das Volk habe ich nicht mehr rechtzeitig geschafft, denn ich war ab September bis auf kleine Besuche immer auswärts. Bei den Behandelten war der Varroenfall ordentlich, es ist ein krasses Varroa-Jahr. Dannach erfolgte sogar noch mal eine Behandlung mit Thymol. Deshalb wunderte ich mich über den starken natürlichen Varroafall im Herbst.

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Reh-Garten wurde ausgezeichnet!

Juhuu! Mein Garten wurde ausgezeichnet! Dieses Jahr habe ich zum ersten mal überhaupt an einem Gartenwettbewerb teilgenommen. Das Thema war “Bestäubend schön Berlin- Begrünen für Wildbienen und Co.” Und das ist ja genau mein Thema! Da musste ich einfach mitmachen, aber dass das so toll ausgeht, hätte ich ich selbst nicht gedacht. Der Wettbewerb lief seit März, im Juni hatte ich meine Bewerbung eingereicht und jede Woche kontrollierte ich, ob eine Einladung für die ersten 50 Bewerber ist Haus geflattert wäre. Aber es kam nichts. 11 Tage vor Einsendeschluss im September stellte sich durch Zufall heraus, das meine Bewerbung nicht angekommen war. Blankes Entsetzen! Die Tücken der Technik. Gott sei Dank hat es dann doch noch geklappt.

Ach das war alles so aufgregend, ich bin immer noch ganz aufgeregt, wenn ich daran zurück denke. Ich war so glücklich und habe mich so gefreut! Es bedeutet mir wirklich viel.

Der Artikel dazu in der aktuellen Ausgabe vom Berliner Schrebergärtnermagazin, das alle Kleingärtner bekommen. Ohne meine Freunde Frank und Christiane, die den 3. Platz belegten, hätte ich mich gar nicht beworben, denn ich hätte sonst gar nicht mit bekommen, dass es den Wettbewerb gab.

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Späte Blüten, warme Tage- immer noch Hunger auf Nektar

Heute war ich nach 2 Wochen Abwesenheit endlich wieder im Garten. Es blühen immer noch die gleichen Astern und neu auch noch die ganz Späten. Und weil es heute so warm war, waren auch meine Bienen noch unterwegs. Aber nicht nur sie.

Das sind meine ganz späten Glattblattastern. Weil der Bereich relativ schattig ist, blühen sie so spät. Und das bringt sie auch dazu so hoch zu werden, weil sie sich dermaßen nach der Sonne strecken müssen. Die Blüten sind im Vergleich auch relativ groß. In Manchen Jahren ist es so spät und das Wetter schon so oll, dass man gar nichts mehr von ihnen hat. Dieses Jahr sehe ich sie mal in ihrer vollen Pracht.

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Pollenanalyse: Was ist drin im Honig?

Vor 4 Wochen habe ich das zweite und letzte Mal in diesem Jahr Honig geschleudert. Es ist der Sommerhonig, schon nach der Akazie, aber voll in der Linde. Das sieht man auch an der Farbe aber man schmeckt es vor allem. Linde hat einen sehr spezifischen Geschmack.

Die neue Ernte

Ich möchte euch noch mal den farblichen Unterschied zwischen den beiden Honigen zeigen: Der Frühjahrshonig ist viel dunkler als der Sommerhonig. Ich finde übrigens den Frühjahreshonig besser. Viele kostende Gäste fanden zu meiner Überraschung den Sommerhonig mit Linde besser. Das hätte ich nicht gedacht, aber gut so, bleibt mehr für mich von meinem Lieblingshonig:-)

Letztes Wochenende war ich bei meinem Imkerpaten zu Besuch, nun, da die stressige Zeit mit den Bienen vorbei ist, kann man sich wieder den gemütlichen Dingen widmen und bei dieser Gelegenheit zeigte er mir die Pollenanalysen, die er hat machen lassen, für die Honige, die wir im Frühjahr geschleudert hatten. Die Pollenanalyse ist kein ganz günstiger Spass, aber es ist sinnvoll, wenn ein Großabnehmer dies wünscht und man kann den Honig teilweise auch besser verkaufen, wenn man den Kunden sagen kann, was drin ist. Ist auch Grundlage für eine genauere Deklaration. Die Leute stehen auf Sortenhonige. Ich bin glücklicher Profiteur der ganzen Sache.

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1. Honigernte: Wie geht eigentlich Honigschleudern?

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Jetzt kommt endlich der Post zum Honig schleudern! Letztes Jahr durfte ich bei meinem Imkerpaten das erste Mal beim Honig schleudern helfen, dieses Jahr habe ich mit ihm ach meinen eigenen Honig geschleudert. Für die routinierten Imker normal und banal und keinen Kommentar wert, für mich spannend und lehrreich, denn ich durfte überall selbst Hand mit anlegen.

Erste Erkenntnis: Honigschleudern ist eine langwierige Angelegenheit- hier wurde 6 Stunden gearbeitet, nur fürs Schleudern (Ohne Endreinigung der Räumlichkeit). Zweite Erkenntnis: Es ist eine ganz schöne Sauerei. Man tut gut daran, die passenden Räumlichkeiten und Hilfsmittel zu haben.

Es war die erste Ernte im Jahr, die Frühjahrestracht. Mein Imkerpate hatte aus all seinen Völkern von verschiedenen Standorten die Honigwaben zusammen getragen. Hier standen sie nun alle übereinander gestapelt und warteten darauf, entdeckelt zu werden. Vor dem Entdeckeln wird mit dem Stockmeißel der Anbau auf den Oberträgern entfernt.

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Das ist alles schönes, neues Wachs was gesammelt, aufbereitet und so dem Wachskreislauf wieder zugeführt werden kann oder verkauft werden kann. Mit dem Wachs in den Honigwaben macht man das nicht, das wird, wenn es eingeschmolzen wird, dem Kreislauf entzogen. Denn dieses Wachs kann durch Bienenmedikamente oder Einträge aus der Landwirtschaft belastet sein. Solches Wachs benutzt man dann zur Herstellung von Kerzen oder in der Industrie usw., wenn man Großimker und nennenswerte Mengen abgeben kann.

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Bienen: Aus 1 mach 4: Mission Schwarmfang

Leben ist das, was passiert, während du dabei bist, andere Pläne zu schmieden. Das gilt auch für meine Pläne mit den Bienen. Ich dachte ja ich hätte das Thema Schwarmkontrolle erfolgreich hinter mich gebracht, aber ich hatte mich geirrt und der Grund ist einfach: Meine mangelnde Erfahrung.

Ich hatte doch einen Königinnenableger gemacht und 3/4 des Volkes mit zwei Weiselzellen (bereits gelegte Königinnen) in der alten Kiste zurück gelassen. Weil das Volk aber nun erst mal ohne Königin war, bekamen sie Panik und legten Nachschaffungzellen an. Die erste Königin stach nicht die zweitgeborene ab, wie ich erwartet hatte, weil das Volk bereits zu stark in Schwarmstimmung war, als ich eingriff. Und während ich mich schön zurück lehnte, machte sich die erste Königin mit der Hälfte der Bienen in der alten Behausung auf zu neuen Ufern:

Diese Traube war riesig und sauschwer. Ich konnte die Kiste mit den Bienen nicht mehr alleine heben. Zu dem Eigengewicht der Bienen kommt ach noch 2-3 Kg Honig dazu, den so ein Schwarm als Reiseproviant mitnimmt.

Normalerweise macht man das nicht nachts, denn dann können die Bienen sich nicht selbst in die Schwarmfangkiste einfinden, weil es zu kalt ist und sie nicht auffliegen können.

Warum habe ich es dann nachts gemacht? Weil ich nicht wusste, wann der Schwarm abgegangen war und wie lange er da hing. Denn so ein Schwarm bleibt nicht lange in dieser Traube hängen. Beim ersten Sonnenstrahl am nächsten Morgen hätte er weg sein können. Deshalb musste ich es sofort machen, als wir ihn bemerkten. (Anruf von meinem Mann: ” Wart mal, hier hängt irgendwas im Baum, ne Tüte oder sow…. ach du *!!”–> Für Interessierte: Wie entscheiden Bienen sich für eine neue Behausung (in englisch) Vortrag von Tom Seeley, professor of neurobiology and behavior: Honeybee Democracy

Mein Mann hat ein kleines Filmchen gemacht, von meinen Bemühungen den ersten Schwarm einzutüten, die Musik dazu hat er gleich dazu gemacht:

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Gartenrundgang Ende Mai

Heute gibt es wieder einen klassischen Gartenrundgang: Gucken was wächst und was sich wie entwickelt. Neu an diesem Standort: Die schwefelgelbe Iris. Sie macht sich prächtig, deutlich besser als an ihrem alten Standort. Der Rhododendron kämpft darum den Farn zu überragen, um überhaupt noch Licht abzukriegen.
Im Garten beginnt jetzt wieder die lila Phase: Lila dominiert das Bild, hier von Allium und Akelei.

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