Category: Gartenrundgang (page 1 of 9)

Gemüsegarten, Obstbäume & Rebschnitt im März

Jedes Jahr ist es das Gleiche: Ein paar warme Tage, meine Aprikose und mein Pfirsich blühen wie jeck und dann kommt der Frost zurück. Noch nie habe ich einen Pfirsich oder eine Aprikose geerntet, seit ich die Bäume habe. An sich ist es gut, dass sie nicht voll hängen, weil die dünnen Äste sonst runter gedrückt werden würden und das dem Kronenaufau schadet, aber ich will endlich mal eine Frucht haben. Nur Eine!

Hier sieht man die Aprikose “Ungarische Beste” vor der ersten Frostnacht.

Jetzt haben wir sie, ähnlich wie den Pfirsich mit mit Winter-Vlies eingepackt, so gut, wie das möglich ist. Aber der Baum ist schon so groß. Problematisch ist ja auch, dass die Bienen nicht fliegen, wenn es so kalt ist, und wenn sie es täten, kämen sie nicht ran.

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Netziris & Frühblüher im Vorfrühling

Wow, was für tolle Blüten! Der Vorfrühling ist da. Das ist die Netziris ‘Katherine Hodkin‘ eine Hybride aus Iridodyctium histroides x Iridodyctium winogradowi mit orchideenähnlichen Blüten. Da die Netziris im Gegensatz zu den anderen Irisarten eine Zwiebel als Speicherorgan ausbilden, werden sie nicht mehr unter der Gattung Iris sondern unter Iridodyctium als eigene Gattung geführt.

Die Netz-Iris hat ihr natürliches Verbreitungsgebiet von Anatolien, über den nördlichen Irak, dem westlichen Iran bis in den Kaukasus. Sie wächst dort auf Bergwiesen und an steinigen Berghängen bis in eine Höhe von rund 2.700 Metern. Aufgrund dieses Ursprunges braucht die Netz-Iris einen vollsonnigen Standort auf sehr durchlässigem Untergrund. Ganz besonders wichtig ist ein ausreichende Wintertrockenheit. Denn sie verträgt sie keine nassen Füße. Der Boden sollte daher durchlässig sein. Am liebsten hat sie einen Untergrund der steinig oder sandig und kalkhaltig ist. Passt der Standort nicht, ist die schöne Pflanze leider kurzlebig

Im Steingarten oder Kiesbeet kann man diese Bedingungen gut simulieren. Bei mir steht die Netziris zudem unter dem Dachüberstand auf der Südseite. Das reguliert die Wintertrockenheit, denn für gewöhnlich regnet es es in unseren Breitengraden und im Flachland im Winter zu viel für die Netziris. Zu jeder Jahreszeit knallt hier die Sonne und die Mauer strahlt zusätzlich Wärme ab. Wenn der Standort sonnig ist, toleriert sie Sommertrockenheit sowie Winterkälte problemlos. Ich gieße hier nie.
Mein Boden ist recht mager und durchsetzt von Bauschutt und Putzbröseln, ein Steingarten der besonderen Art. Aber es funktioniert für sehr viele Pflanzen.

Zu meinen anderen Frühblühern, gibt es nicht viel zu sagen. Hier und da, die üblichen Verdächtigen. So viel Neues kommt ja auch nicht hinzu, es dauert, bis sich der Bestand entwickelt. Als Gärtner muss man geduldig sein.

Hmmmm….. Blümchen!


Frühlingserwachen & Winterbilanz Bienen

Das Gute zuerst: Es blüht! Es fliegt! Das Leben kehrt zurück. Hier habe ich in all dem (natürlich trotzdem ersehntem) Regen mal einen sonnigen Augenblick erwischt: Ist das nicht schön?

Es war nicht warm, vielleicht 11 Grad, aber die Bienen waren schon wieder unterwegs. Unglaublich. Ich frage mich wie viele Biene da draußen auf der Strecke geblieben sind. Aber der Drang raus zu kommen muss mächtig gewaltig sein.

Zwei Völker sind bisher durch den Winter gekommen. Der ist ja noch nicht ganz vorbei, jetzt kann es noch zu Futterengpässen kommen, aber es ist warm genug, dass man Notfüttern kann. Derzeit haben die Bienen aber noch genug Vorräte. Wie ist also der Winter seit dem letzten Bericht weiter gegangen?

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Kleiner Gartenrundgang September und Erntedank

Der Gartenrundgang September fällt etwas klein aus, denn ich hatte zu wenig Zeit im Garten um ihn schön herzurichten und mit Bedauern muss ich feststellen, dass ich leider nicht so schöne Herbstpflanzungen habe, die der Fülle des Sommers gleich kommen. Ich habe schon wieder so schöne Herbstgärten gesehen, dagegen sieht meiner ganz erbärmlich aus. Es gibt einfach nicht so viel zu zeigen und deshalb knipse ich auch weniger. Aber Wenigstens die Astern machen eine gute Figur.

Der Beinwell rechts wird langsam und überwuchert hoffentlich den Giersch. Sieht gut aus und ist auch noch nützlich. Die Stelle wird genau so, wie ich wollte.

Kissenaster

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Gartenrundgang August- nachträglich

Der August ist schon wieder rum, der Rundgang für diesen Monat kommt aber erst jetzt. Wegen Urlaub bin ich mal wieder nicht früher dazu gekommen. Ich habe aber fleißig Fotos gesammelt, die es jetzt zu sehen gibt.

Blütenpracht: Phlox. A. von Mautner

Der August ist mein Lieblingsmonat, weil da Zier- und Nutzgarten gleichermaßen aus dem Vollen schöpfen. Der Phlox A.von Mautner hat so üppige Blütenbüschel, dass er von weitem wie eine Hortensie wirkt.

Die Phloxe ‘Schneerausch’ und ‘Anne’ vertragen die volle Sonne auf dem Standort nicht so gut. Ich habe ‘Anne’ komplett umgesetzt (unter den Klarapfelbaum), die Hälfte von ‘Schneerausch’ steht jetzt in der Rabatte an der Grundstücksgrenze an der großen Obstwiese.

Achillea ptarmica (Gefüllte Bertramsgarbe) vermutlich ‘Schneeball’ und Malva sylvestris ‘Zebrina’

Die Gefüllte Bertramsgarbe scheint unter Gärtnern nicht so weit verbreitet zu sein. Ich kannte die Pflanze auch nicht, bevor sie bei mir aus dem Boden kroch. Sie wurde also schon vor mir in diesen Garten kultiviert und ich möchte für sie mal eine Lanze brechen, denn es ist eine wirklich tolle, pflegeleichte und sehr schöne Staude:

“Die Sorte ‘Schneeball’ wurde bereits vor 1879 (…) gezüchtet und ist immer noch ein bewährter Klassiker. Die reizenden, dicht gefüllten schneeweißen Blüten waren damals und sind noch heute in der Floristik sehr beliebt. Geradezu euphorisch berichtet Möller’s Deutsche Gärtner-Zeitung 1894 über diese historische Staude: “Eine weiße Schnittblume, die ohne besondere Kultur ununterbrochen, ja ununterbrochen, vom Mai bis zum Winter blüht und fast zu jeder besseren Binderei sehr gut verwendbar ist.””


–> und es stimmt auch!


“Die gefüllte Bertrams-Garbe gedeiht auf etwas feuchten, nährstoffreichen Böden in der Sonne oder im Halbschatten besonders gut. Sehr schön, zart und leuchtend wirkt sie als Vorpflanzung für Gehölze. Sie ist standfest und robust. Aufgrund der Ausläuferbildung sollte sie alle paar Jahre aufgenommen und geteilt werden. “

Quelle: https://duckduckgo.com/?q=bertramsgarbe&t=canonical&atb=v1-1&ia=web
Agastache Rugosa-Hybride ‘Blue Fortune’ macht sich auch gut, eine schöne Blickpunkt im Beet, wegen ihrer hohen Silhouette, ich habe mir noch eine zweite eingekauft.

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Nachbars Garten: Besuch bei meinem Imkerpaten

Letzte Woche war ich ja bei meinem Imkerpaten im Garten zu Besuch. Mein letzter Besuch ist wirklich lange her, dabei sehe ich mir immer sehr gerne die Gärten meiner Freunde und Bekannten an. Schön war’s und Schönes wird bekanntlich noch schöner, wenn man es teilt. Deshalb dürft ihr mit mir zusammen über die Hecken schmulen.

Der Garten von meinem Imkerpaten ist ein kleiner Dschungel, denn wie viele Kleingärtner hat er das Problem, dass sein Garten für all die Pflanzen, die er haben möchte, einfach zu klein ist. Auf engen, geschwungenen Pfaden kommt man von einem Bereich in den Anderen. Jede Ecke wird ausgenutzt. Besonders ins Auge fallen die riesigen Türkenbund-Lilien, die sich über dem restlichen Grün erheben:

Das kann man sich ja immer schlecht vorstellen, wenn man nichts zum Größenvergleich hat, deshalb stelle ich mich mal dekorativ daneben. Wahnsinn oder? Ich habe auch gefragt, wie lange sie da schon stehen, um mich zu trösten, dass ich das in 15 Jahren vielleicht auch mal erreichen kann:-) Sie stehen dort seit 4 Jahren. Also irgendwas ist hier anders…

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Kletterkatzen am Spalier

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist IMG_20190714_1300315-e1564446603512-871x1024.jpgNeulich schlenderte ich wieder knipsend durch den Garten, als ich mit ansah, wie meine alte, dicke Katze Kitty das Rosenspalier hoch kletterte. Ich traute kaum meinen Augen. Es gab Zeiten, da konnte Kitty nicht aufs Sofa springen, geschweige denn aufs Fensterbrett. Ich erinnere mich, wie sie mal vom Schlafboden geplumpst ist, als sie von einem Balken aus dort hin springen wollte. Und nun klettert sie wie selbstverständlich äußerst flüssig diese senkrechte Lattenwand hoch! Garten ist für alle gut!

Ich wollte ja nur ein bisschen den Bereich um dieses Spalier fotografieren, zum Beispiel die Euphorbia x martinii – meine Busch-Wolfsmilch, oder die Kletterhortensie und die Funkie ‘George Smith’:

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Gartenrundgang Juli 2019

Liebe Blogfreunde, lang lang ist er her, der letzte Gartenrundgang. Ich hatte so schrecklich viel zu tun, dass dafür leider keine Zeit mehr blieb. Ich hatte nicht mal die Energie Fotos zu machen. Der Garten Ende Juni bis Mitte Juli ist deshalb dieses Jahr quasi ausgefallen. Aber nun gibt es endlich wieder was zu sehen. Ich bin wieder durch den Garten spaziert und habe beseelt geknipst. Es sind wieder viel zu viele Fotos, ich musste einiges nachholen :-). Heute gibt es den Juli-Rundgang durch den Staudengarten.

Die gelbe Skabiose
“Es ist so heiß!!”

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Der Gemüsegarten im Juli

Liebe Blogfreunde, lang lang ist er her, der letzte Blogartikel über den Garten. Ich hatte so schrecklich viel zu tun, dass dafür leider keine Zeit mehr blieb. Ich hatte nicht mal die Energie Fotos zu machen. Das es soweit einmal kommen könnte, habe ich selbst nicht für möglich gehalten.

Frühstück bei Gartenfreunden: Brombeere ‘Loch Ness’ (sehr wohlschmeckend, nicht sauer sondern süß) und Taglilien. Ja, Taglilienblüten kann man essen. Mir schmecken sie gut:-)

Der Garten Ende Juni bis Mitte Juli ist deshalb dieses Jahr quasi ausgefallen. Aber nun gibt es endlich wieder was zu sehen. Ich bin wieder durch den Garten spaziert und habe beseelt geknipst. Es sind wieder viel zu viele Fotos, weswegen ich ein bisschen sortieren muss. Deshalb gibt es heute nur den Gemüsegarten:

Wegen des Zeitmangels musste ich mich dieses Jahr auf einfache bzw. wenig aufwändige Kulturen beschränken. Vorne stehen die blauen Buschbohnen ‘Purple Queen’.

https://reh-garten.de/wp-content/uploads/2017/09/DSC_0720.jpg
Buschbohne ‘Purple Queen’

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Gartenrundgang Ende Mai

Heute gibt es wieder einen klassischen Gartenrundgang: Gucken was wächst und was sich wie entwickelt. Neu an diesem Standort: Die schwefelgelbe Iris. Sie macht sich prächtig, deutlich besser als an ihrem alten Standort. Der Rhododendron kämpft darum den Farn zu überragen, um überhaupt noch Licht abzukriegen.
Im Garten beginnt jetzt wieder die lila Phase: Lila dominiert das Bild, hier von Allium und Akelei.

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