Category: Gemüse (page 1 of 6)

Anbauerfahrung Paprika- und Chili 2019

Tasmanian Black

Auch bei Chilis mag ich dunkle Sorten besonders gerne. Dies Jahr hatte ich zwei Dunkle im Programm und zwar die Tasmanian Black (oben) und die Palmichal Negro.

Tasmanian Black

Platz 1 hat dieses Jahr die Tazmanian Black gewonnen. Die Sorte hat sich als wüchsig, frühreifend und besonders reich tragend erwiesen. Die Pflanzen verzweigen sich schon relativ früh und dementsprechend stark über die gesamte Wachstumsperiode. Das multipliziert die Ernte. Allerdings macht es das auch schwer, die Pflanzen richtig anzubinden und zu stützen.

Am besten ist natürlich die Pflanze im Kübel vor der Hauswand gewachsen. Hier ist es besonders warm und sonnig, aber das Wasser ist dank der Tropfbewässerung großzügig. Aber auch die Exemplare im Folientunnel sind ganz gut geworden und das ist nicht bei allen Chilis so. Ich würde die Sorte deshalb auch als freilandtauglich bezeichnen.

Die Tasmanian Black besticht schon durch ihr dunkles Laub, das man vor allem bei der Jungpflanze sieht. Das macht es einfacher sie bei der Aufzucht von Anderen zu unterscheiden. Später sieht man das nicht mehr so. Auch ihre Blüten sind lila. Zuletzt glänzt sie mit ihren ca. 7cm langen fast schwarzen Früchten, die von dunkelviolett nach rot abreifen.

Die angegebene Wuchshöhe hat sie bei mir nicht erreicht, sie ist bei mir so 70 cm hoch geworden. Die Früchte sollten eine Schärfe von 4-6 erreichen, dem würde ich zustimmen. Dadurch dass man die Früchte auch schon schwarz- also unreif ernten kann, setzt die Ernte früh ein. Das Abreifen von schwarz nach rot sieht spektakulär aus.

Reife rote und unreife Schwarze Chilischoten der Tasmanian Black.

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Tomatenvielfalt 2019- Teil 2

Es ist mein Highlight des Jahres: Die Tomatensaison. Monatelang züchtet man seine Pflanzen heran und nun endlich erntet man die Früchte seiner Mühen. Mein Handy ist voller Tomatenfotos. Ständig robbe ich um meinen Küchentisch und arrangiere neu gepflückte Tomaten. Sie sind so schön, ich krieg mich wieder mal nicht ein. Es ist Tomatenliebe. Weiter geht es mit den verbliebenen Sorten:

Antho Weiß

Diese Sorte optisch wirklich ein Highlight unter den diesjährigen Sorten. Ich glaube ich finde sie sogar am schönsten. Diese Farben, dieser Kontrast!

Die Sorte Antho Weiß

Das ‘Antho’ im Namen der Tomate stammt von Anthocyan, dem wasserlöslichen Pflanzenfarbstoff, von dem die Früchte die violette oder blaue Färbung erhalten. ‘Weiß’, naja, ist bei mir hell- bis creme-gelb. Diese Färbung, ihr Glanz und ihre Größe lasen sie deshalb fast wie eine Beere auf mich wirken (Ist es ja botanisch auch). Einfach wunderschön und man will sofort rein beißen.

Antho-Weiß
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Die Intensität dieser Färbung ist abhängig von der Sonneneinstrahlung: An den Stellen, wo die Tomate viel Sonne bekommt, färbt sie sich lila, aber auch das gelb wird intensiver. Es ist wirklich erstaunlich wie stark dieser Effekt ist: Das sind die Tomaten, die ich letztes Jahr geschenkt bekam und aus denen der Samen stammt. Sie sehen ganz blass aus und sie sind auch viel kleiner, denn die Mutterpflanze wurde nicht ausgegegeizt. Meine dagegen schon.

Antho Weiß ist eine recht junge Sorte, die erst vor einigen Jahren aus einer eines Kreuzung der weißen, wohlschmeckenden Kirschtomate Bianca mit größeren und blauen, leider unspektakulär schmeckenden OSU Blue stammt.

Die Sorte schmeckt wirklich gut, die Beste bisher unter den blauen Tomaten, die ich bisher gekostet habe. Leider sind die Früchte platzanfällig. Die Antho Weiß ist sehr starkwüchsig, man kann sie gut 2-3 triebig ziehen, das erhöht den Ertrag, aber man muss dann wirklich aufpassen, dass sie einem nicht über den Kopf wächst. Kommt nächstes Jahr wieder ins Töpfchen.

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Tomatenvielfalt 2019-Teil 1

Yippi, die Tomatensaison 2019 hat begonnen! Endlich gibt es wieder Tomatenvielfalt, tolle Farben und tollen Geschmack! Ein paar neue Sorten, Überraschungen und dann und wann auch ein paar Enttäuschungen. Das pralle Tomatenleben.

Die erste richtige Ernte

Northern Lights:

Von dieser Sorte hatte ich letztes Jahr eine Tomate geschenkt bekommen. Zumindest ergab das meine Recherche, denn die schenkende Person wusste nicht, wie die Sorte hieß.

Ich wusste aber nicht, ob die Pflanze samenfest war, ich wollte es aber ausprobieren. So sah die Frucht letztes Jahr aus:

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Northern Lights 2018 –> Samenquelle

Die Sorte wird als frühreifere mittelgroße Fleischtomate beschrieben. Die Früchte sind sehr schön, gelb-rosa-orange marmoriert, plattrund, fleischig, saftig. Der Geschmack wird als mild, süß-fruchtig beschrieben. Ich fand den Geschmack auch toll, aber nicht mild.

Daraus habe ich zwei Pflanzen gezogen. Eine sieht aus wie die Folge eines degenerierten Hybrid-Saatgutes: Ganz gestört in ihrem Wachstum, sieht total ungesund aus, als würde ihr ernsthaft etwas fehlen. Kaum Fruchtansatz, wenn dann auch anders gefärbt und geformt und kleinwüchsig. Die andere Pflanze sieht gut aus und hat diese tollen Früchte hervor gebracht:

Northern Lights aus dem Samen der obigen Frucht, 2019

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Der Gemüsegarten im Juli

Liebe Blogfreunde, lang lang ist er her, der letzte Blogartikel über den Garten. Ich hatte so schrecklich viel zu tun, dass dafür leider keine Zeit mehr blieb. Ich hatte nicht mal die Energie Fotos zu machen. Das es soweit einmal kommen könnte, habe ich selbst nicht für möglich gehalten.

Frühstück bei Gartenfreunden: Brombeere ‘Loch Ness’ (sehr wohlschmeckend, nicht sauer sondern süß) und Taglilien. Ja, Taglilienblüten kann man essen. Mir schmecken sie gut:-)

Der Garten Ende Juni bis Mitte Juli ist deshalb dieses Jahr quasi ausgefallen. Aber nun gibt es endlich wieder was zu sehen. Ich bin wieder durch den Garten spaziert und habe beseelt geknipst. Es sind wieder viel zu viele Fotos, weswegen ich ein bisschen sortieren muss. Deshalb gibt es heute nur den Gemüsegarten:

Wegen des Zeitmangels musste ich mich dieses Jahr auf einfache bzw. wenig aufwändige Kulturen beschränken. Vorne stehen die blauen Buschbohnen ‘Purple Queen’.

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Buschbohne ‘Purple Queen’

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Gartenrundgang Ende Mai

Heute gibt es wieder einen klassischen Gartenrundgang: Gucken was wächst und was sich wie entwickelt. Neu an diesem Standort: Die schwefelgelbe Iris. Sie macht sich prächtig, deutlich besser als an ihrem alten Standort. Der Rhododendron kämpft darum den Farn zu überragen, um überhaupt noch Licht abzukriegen.
Im Garten beginnt jetzt wieder die lila Phase: Lila dominiert das Bild, hier von Allium und Akelei.

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Der Gemüsegarten Anfang Mai

Endlich kann ich auch mal wieder Bilder aus dem Gemüsegarten zeigen, denn nun gibt es ach wieder was zu sehen. Hier vorne roter Kohlrabi, dahinter Knoblauch.

Hier kommen schon die Erbsen aus der Erde.
Hier wachsen verschieden Rettiche, Radies, Schnittsalat und Asiasalat.
Im Beet gerade zu hinten wächst wieder Knoblauch, hier die sehr große Sorte Messidrome.
Grüner Kohlrabie im Hochbeet. Hier kommen später die Chilis und Paprika rein.
Das Kräuterbeet mit Thymian, Schnittlauch, Schnittknoblauch, Maggikraut, Bohnenkraut, Salbei und Oregano. Borretsch und Dill keimen gerade. In der leeren Ecke vorne habe ich Frühlingszwiebel gesäht.
Im Kompost, der im Hochbeet gelandet ist, waren sehr viele Kürbissamen (Hokkaido). Das war nicht geplant, aber jetzt habe ich natürlich selektierte Sämlinge. Muss ich nur umsetzten. Da können sie nicht bleiben.
2. Ernte

In der Anzuchtstation

Chilis und Tagetes

In der Anzuchtstation wird es eng. Wie ich erwartet habe ist durch die Anzuchterde das Wachstum der jungen Pflänzchen ganz enorm. Einige Pflanzen tun sich besonders hervor. Das sind die Tagetes, eine Variation die wenifer gefüllt blüht, aber um die 1 Meter hoch wird und die Tasmanian Black Chili, sowie der ungarische Spitzpaprika. Von der Paprika/ Chili Chay ist nur eine Pflanze auf gegangen und die mickert trotz der gleichen Erde vor sich hin. Ach die Thunder Mount. Longhorn wächst nur sehr zart. Es scheint sortenbedingt.

Warum ziehe ich denn Tagetes vor, wird sich mancher fragen. Die Antwort ist: Wegen der Schnecken in meinem Garten. Die machen alles platt, was sich selbst aussäht. Die Sämlinge haben keine Chance. Ich weiß nicht, ob die vorgezogenen den Schnecken Widerstand leisten können, ich hoffe es aber.

Bei dem Größenzuwachs muss deswegen endlich umgetopft werden, die Pflanzen haben schon angefangen sich gegenseitig zu beschatten. Die Kleineren haben das Nachsehen. Die Wurzelentwicklung ist sehr zufriedenstellend.

Die dunklen Pigmente der Tasmanian Black sind auch nach den Keimblättern immer noch zu sehen. Sieht spannend aus. Und weil es so eng wird mit so vielen Pflänzchen, musste ich mich erweitern und noch eine kleine Anzuchtstation dazu kaufen. Ich hätte natürlich lieber gleich die Zwei-Etagen-Variante genommen, aber der Preis für die LED-Lampen in Verbindung mit der Metallkonstruktion sind echt atemberaubend teuer. Da könnte ich eine Menge Pflanzen im Baumarkt für kaufen. Aber schön sieht es aus und ich stehe jeden Morgen und Abend vor meinen Jungpflanzen und gucke ihnen beim Wachsen zu.

Wer sich über die andere Optik wundert: Mein Worpress wurde geuptdatet und alle möglichen Funktionen wurden gestrichen und ersetzt durch total einschränkenden Müll, konzipiert für Nutzer die mit SMS lesen gelernt haben. Der Weiter-lesen-Button wurde gestrichen, selbstbestimmte Fotoanordnung und Vergrößerung durch klicken, Link-Entfernung und das aller unfassbarste auch der Blocksatz in der Schriftformation! WTF?!


Meine Chilisorten 2019 & Thema Anzuchterde

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Juhu, es ist wieder so weit! Saisonstart beim Vorziehen, der Anfang der Garten-Gemüse-Saison. Die Ersten sind die Chilis, und weil das letztes Jahr so gut geklappt hat, habe ich ordentlich beim Samenhändler meines Vertrauens zugeschlagen. Chilis haben die gleichen Sammlerqualitäten wie Tomaten. Es gibt immer was Neues und Verrückteres, das man ausprobieren will. Das sind also meine Chili- und Paprikasorten für das Jahr 2019:

Palmichal Negro

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Irgendwie habe ich eine Vorliebe für dunkle Sorten, sowohl bei Tomaten als auch bei Chili. Ich weiß auch nicht, was das ist. Die Farbe erinnert mich an diese ganz dunklen Süßkirschen. Und die sind in meinem Hirn offensichtlich als ganz oben auf der Hitliste abgespeichert

Palmichal Negro ist eine  Sorte, die aus Costa Rica stammt. Ihre Früchte sind länglich, spitz zulaufend und reifen von grün über braun bis fast schwarz ab.  Sie  haben nur eine geringe, dafür aber fruchtige Schärfe. Ist ja auch mal schön. Sie ist buschig im Wuchs und wächst mit ca.  80 cm  halb hoch. Sie soll einen guten Ertrag liefern. Die Chilis lassen sich gut zum Grillen, Füllen, Kochen und auch Trocknen verwenden und natürlich auch gut für den  Rohverzehr. Chilipulver aus so dunklen Früchten macht bestimmt auch was her.

Art: Palmichal Negro (Capsicum annuum)
Schärfegrad:
1 – 2 leicht scharf
Fruchtfarbe: von grün nach fast schwarz
Fruchtgröße: ca. 12cm
Wuchshöhe: ca. 80cm

Bildquelle: https://www.legrainier.com/wp-content/uploads/PIM29546.jpg

Thunder Mountain Longhorn

Diese Sorte habe ich wegen ihrer spannenden Fruchtform ausgesucht:  Die Früchte der Thunder Mt. Longhorn werden sehr lang, einige Exemplare erreichen eine Fruchtlänge von  mehr als 50 cm. Dazu haben die Chilischoten so eine interessante Struktur, wie diese Wasserschläuche, die mit  dem Wasserdruck schrumpfen oder sich ausdehnen.

Thunder Chili & Mushroom Spieße | CHILI BARBECUE

Bildquelle: http://www.chili-barbecue.de/thunder-chili-mushroom-spiesse/

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Der Topfgarten über den Dächern von Kairo

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 Cairo Urban Gardener

Meine Freundin Bianca lebt seit vielen Jahren in Ägypten.  Seit einigen Jahren wohnt sie in einer Wohnung mit einer riesigen Dachterasse von 97 Quadratmetern.  Über die Jahre hat sie dort einen Dachgarten entwickelt, in dem sie ihrer Leidenschaft für Kakteen und Sukkulenten frönt, aber auch so viel Nutzpflanzen anbaut, wie in Topfkultur und dem dortigen Klima möglich ist.

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Für mich ist es immer wieder spannend zu sehen, was es  bedeutet, in einer so anderen Klimazone zu gärtnern und Topfgärtnern auf einer Dachterasse in einer 9 Mio. Stadt ist noch mal eine ganz andere Hausnummer. Die Motivation und die Liebe zum Wachsen und Gedeihen teilen wir aber gleicher Maßen.

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Kleines Gemüsegarten-Intermezzo: Last days of tomatoes

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Ernte 16.11.2018

Heute habe ich noch mal einen Blick ins Gewächshaus geworfen: So sah es aus. Durch das milde Klima gab es immer noch kein Frost und die Tomaten haben immer noch Lebenswillen.

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16.11.2018

Sehr lange wird dieser Zustand aber nicht mehr anhalten, deshalb habe ich nun die letzten verbliebenen Tomaten abgeräumt. Das ist jetzt die vierte grüne  oder semi-grüne Ernte, die ich kleckerweise nachreifen lasse. Ein Teil wird kühl zur Entwicklungsverzögerung im Gartenhaus geparkt. Der Andere Teil kommt in die warme Küche.

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IMG_20181116_1347135Die Striped Roman reift sogar noch selbstständig ab. Es ist immer noch interessant zu sehen, wie unterschiedlich die verschieden Tomatensorten mit den äußeren Einflüssen umgehen. Die Striped Roman ist neben  einer weiteren Sorte z.B. stärker von Fruchtfäule und Schimmel befallen als andere. Am meisten überrascht mich die Michael Pollan, die im Freiland extrem anfällig gegen Nässe ist und dadurch auch gegen Braunfäule. Hier hält sie sich immer noch sehr gut, obwohl sie ein begrenztes Höhenwachstum hat und schon im August damit durch war. Doch sie bildet aus den Blattachsen immer wieder kurze Seitentriebe  mit 1-3 Tomaten. Eine sehr ungewöhnliche Art zu wachsen. Aber auch andere Tomaten blühen noch und schieben Geiztriebe, da wo die alte Mutterpflanze nicht mehr so fit aussieht:

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