Vollfrühling, Steingarten und 1. Honigraum

Der Beginn der Obstbaumblüte läutet den Vollfrühling ein und gleichzeitig ist er das Signal für das Imkerei-Handwerk den Honigraum aufzusetzen, den jetzt wird enorm viel Honig eingetragen nd das Volk wächst exponential. Gleichzeitig blüht’s auch andersweitig in allen Ecken und ich habe eine Menge zu tun.

Türkenpflaume im Vordergrund, dahinter die Kirsche


Wunderschöne Wildtulpen, Tulipa Greigii sind eine großblumige, niedrige Klasse für sonnige Standorte. Sie haben eine lange Blütezeit von April bis Mai. Einige Sorten haben auch schöne dunkle gestreifte Blätter.

Hier habe ich z.b. nur eine halbe diagonale Mittelwand gegeben. Hier haben die Bienen ausgebaut, aber nicht angebaut. Höchst merkwürdig.

Birnbaumspalier:

Mein Birnen-Spalier blüht das erste Mal. Ich bin sehr zufrieden, denn das heißt, dass ich ihn richtig geschnitten habe, was gar nicht so leicht ist. Auch die dunkle Spalierwand erzielt die gewünschte Wirkung. Es ist schön warm.
Weiße Taubnessel (Lamium album)

Ich liebe das gefleckte Lungenkraut! Ich finden das Spiel aus Blütenfarbe und Kontrast der der gefleckten Blätter so schön. Das Lungenkraut gehört zu den Raublattgewächsen, den Boraginaceae. Im lateinischen Namen steckt Borago, was der wissenschaftliche Name für Borretsch ist. Wenn man es weiß, finde ich, sieht man die Verwandtschaft deutlich. Und auch Raublattgewächse finde ich sehr bezeichnend.

Zu der Familie gehört auch das Vergiss-Mein-Nicht, Beinwell, Natternkopf, Steinsamen, Hundszunge, Kaukasisches Vergiss-Mein-Nicht, Ochsenzunge und viele mehr. Das oben wurde mir als Vergiss-Mein-Nicht verkauft, ist wohl meine Recherchen nach aber eine Ausdauernde Ochsenzunge (Pentaglottis sempervirens), auch Spanische Ochsenzunge oder Immergrüne Fünfzunge. Viele Wildbienen und besonders die Hummeln stehen auf Boraginaceae.

Vorne Fingerhut, hinten ein Lerchensporn, die Art ist Corydalis solida
Die Frühjahrs-Morchel kommen wieder ans Tageslicht.

Die Tulpen:

Tulipa turkestanica: Sehr grazile, schlanke Wild-Tulpe mit pergamentfarbenen, sternförmige zarten Blüten mit gelber Mitte. Von allen Wild-Tulpen bringt sie die meisten Blüten hervor – bis zu 12 kleine Blüten können traubenartig angeordnet an einem Stängel kommen. Die Außenseite der fragil wirkenden Blüten ist zartlila (siehe oben) Die Art gilt als sehr unkomplizierte Wild-Tlpe, die problemlos und schnell durch Verwilderung größere Bestände bildet. Besonders geeignet für Steingärten.

Noch mal sehr schöne Wildtulpen (Tulipa Tarda), die mich irgendwie an Eier erinnern.

Der Steingarten:

Das Kokosnuss-Vogelhäuschen:

Ich habe wieder gebastelt, wahrscheinlich unnütz und doof, aber die Kokosnuss war schon dar, jemand hat wieder seinen Müll bei mir liegen lassen und ich habe die Kokosnuss aus der Hecke gefischt. Es war so eine Trink-Nuss und über den Winter ist das ganze restliche verbliebene Fruchtfleisch verrottet. Jetzt war sie schön sauber. Sie gibt doch eine gute Höhle ab. Aber vielleicht ist sie zu klein und das Loch zu groß. Wer weiß, studieren geht über probieren.

Ein meiner Hasel hat sich neulich ein merkwürdiger Vogel eingefunden. Leider hatte ich kein Fernglas zur Hand und die Kamera wusste auf diesen Abstand ach nicht, wohin sie scharf stellen soll. Aber ich glaube, das könnte eine Schwanzmeise sein. So was habe ich zuvor in meinem Garten noch nie gesehen.

So, jetzt ist aber gut:-)

5 Comments

  1. hallo sas,

    es blüht und grünt ja schon mächtig in deinem garten. hier ist alles etwas verhaltener, abwohl ich froh bin, dass die kirschen noch nicht aufgeblüht sind, dies ist bei den zu erwartenden nachtfrösten vielleicht besser.
    worum ich dich aber absolut beneide ist die morchel, das ist ja der hammer.
    ist die einfach von selbst gewachsen????

    dir ein schönes Osterfest

    gruss hann

    • sas

      April 12, 2019 at 10:16 am

      Hallo Hanna, ja hier war es auch schon 19 Grad und jetzt ist es wieder so oll. Die Aprikosenblüten hat es mit Nachtfrost erwischt. Mal gucken, ob es überhaupt was zu ernten gibt. Ich möchte nach 4 Jahren wenigstens mal 1 Aprikose haben! Beim Rest hoffe ich, dass es gut geht. Nur um meine Lilien habe ich mir Sorgen gemacht, die sind schon so weit aus der Erde gekommen. Die habe ich jetzt mit Salathütchen und Laub verpackt, damit sie die nächsten Tage hoffentlich gut überstehen.
      Ja die Morchen waren auf einmal da. Ich habe nichts bewusst gemacht, um von den Morcheln erwählt zu werden. Erst dachte ich es hat mit den gefrästen Wurzeln der Nadelhölzer zu tun, die ich 2014 fällen musste. Da blieben lauter Holzhäcksel zurück. Ich dachte die wären ev. vom Myzel besiedelt. Aber die Morcheln tauchen jedes Jahr an ganz unterschiedlichen Stellen im Garten auf. Teilweise liegen da 7 bis zehn Meter dazwischen. Manchmal direkt im Beet, wo nie was mit Holz war, manchmal am Rand der Rabatte, wo ich mit Blättern mulche. Aber auch auf dem Flächen mit gekauften Rindenmulch. Das Billige als auch das aus Pinienrinde. Da aber nur eine und ganz klein. Dies Jahr sind sie mehrheitlich sehr weit entfernt von Rindenmulch-Orten. Eine hinten auf der Bienen-Wiese, allerdings lasse ich da einen Asthaufen liegen und die auf dem Foto steht in der Rabatte, eingeklemmt zwischen die Bodeziegeln des Weges und kommenden Stauden. Ich habe keine Ahnung, was da passiert.
      https://www.reh-garten.de/ein-katzentag-im-garten-und-fruehjahrsmorcheln/#more-3696
      lg und dir auch schöne Ostern, da soll es ja wieder warm werden:-)

  2. Liebe Sas, liebe Hanna,

    In meinem Garten tauchen jetzt zum 3. Mal Morcheln auf (ist auch erst der dritte Frühling für mich im Garten). Ich denke, sie werden mit dem gekauften Rindenmulch eingeschleppt. Jedenfalls habe ich in den letzten Tagen meine Rindenmulchwege gewässert und von Tag zu Tag konnte ich mehr und mehr Morcheln entdecken. Aber nicht nur dort, auch in den Beeten. Zur Zeit sind es 30 Morcheln, die von mir gehegt und gepflegt werden und am Wochenende in Gemeinschaft von Tagliatelle, Sahne, Zwiebeln, Weißwein und Parmesan meinen Gaumen erfreuen werden.

    Meine Aprikosenblüten sind auch alle erfroren. Da der Baum noch klein ist, packe ich ihn im nächsten Jahr ein, sollte es noch einmal so früh blühen.
    Ansonsten warte ich auf die Apfelblüte. Ich werde dann meinen großen Apfelbaum schneiden, in der Hoffnung, er treibt dann nicht wieder so viele Wasserschosser.

    LG,
    Jana

    • sas

      April 13, 2019 at 10:23 am

      Hallo liebe Jana,
      ach es ist so schön sich so auszutauschen! Vielen Dank dafür.
      Da beneide ich dich ja um dein Morchelerlebnis, hmm… lecker ich hatte mal was mit Morcheln und grünen Spargel. Das war wirklich köstlich! Allerdings habe ich den Eindruck, dass ich für die große Menge an Morcheln immer regelmäßig nachmulchen muss, sonst lässt es nach. Dabei kaufe ich immer das Günstigste, toll das man das gratis dazu bekommt!
      Bei mir steht auch ein Ast im Apfelbaum auf der Absägeliste,werde auch genau beobachten, wie da die Wunde heilt.
      lg und schönes WE, sas

  3. Hallo mein Kind,
    ich dachte schon, dass Du vor lauter Stress nicht dazu kommst, etwas zu posten und freue mich, dass ich mich geirrt habe. Ich beneide Dich auch um Deine Morcheln, bei mir wachsen nur giftige Lorcheln aus dem Rindenmulch hervor. :-(
    Mit Erstaunen hab ich festgestellt, das wir uns beide im letzten Jahr neue und vor allem recht ähnliche Tulpen zugelegt haben, ohne es voneinander zu wissen. Ich habe jetzt auch so zarte, langstielige wie Deine Tulipa turkestanica und eine kleine niedrige weiße Wildtulpe mit interessanter Mitte, meine ist allerdings blau/schwarz, nicht rot/gelb. Ich freue mich, dass die Spalier-Birne gut geblüht hat und hoffe, sie übersteht die kalten Tage gut. Kannst Du mur ja berichten, wenn wir uns wiedersehen.
    Alle Liebe
    Mutti

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