Category: Pflanzen (page 7 of 9)

Das Phosphor-Dilemma und Urin als Dünger

Synthetische Dünger bestehen zu großen Teilen aus Phosphor. Der Phosphordünger hat die Industrielle Landwirtschaft möglich gemacht, die es wiederum ermöglicht eine stetig wachsende Weltbevölerung zu ernähren. Dieser Phosphor muss im Bergbau gewonnen werden und ist ein endliches Gut. Neben seiner Endlichkeit als Abbauprodukt, birgt er noch andere Probleme, die man  im Zusammenspiel mit unserer Abhängigkeit von diesem Stoff als das Phosphor-Dilemma umschreiben kann. Die Industrielle Gewinnung, sowie der massenhafte Einsatz in der Industriellen Landwirtschaft haben zu einer Art Phosphor-Einbahnstraße geführt, in der Phosphor von wenigen Ländern gewonnen wird, auf dem Land im Ackerbau ausgebracht und verbraucht wird und von der Bevölkerung in den Ballungszentren wieder ausgeschieden wird, wo es dann in den Abwässern entschwindet. Die Phosphate, die nicht von den Pflanzen aufgenommen werden können  und die, die in den Abwässern wieder ausgeschieden werden, reichern sich in Gewässern an und führen zu einer Eutrophierung mit all den dazugehörigen Auswirkungen.

Zudem kommt Phosphat nicht als Reinstoff vor sondern ist häufig  mit Schwermetallen verbunden, so dass mit dem Dünger Cadmium  und auch radioaktive Schwermetalle wie Uran auf die Äcker ausgebracht werden, die dann von Pflanzen, Tieren und Menschen aufgenommen werden. Das sind laut diese Doku von arte jährlich 114 Tonen, die auf deutsche Äcker ausgebracht werden. Würde dieses Uran verstromt werden könnte man damit 2 Millionen Haushalte im Jahr mit Strom versorgen.

Diese Doku von Arte fasst den Komplex zusammen:

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https://www.youtube.com/watch?v=q7BSLOoUU9o

Überträgt man das aufs Kleine kommen wir wieder zum Urin als Dünger im Garten. Ich dünge damit  nur Planzen außerhalb meines Gemüsegartens, weil auch andere Menschen außer mir mein Gemüse essen, und weil ich kein Labor habe, um den Zustand und die Zusammensetzung meines Urins zu überprüfen. Wer würde das auch schon für jede Pfütze einzeln tun. Für den Gemüsegarten habe ich Dünger aus Pferdemist, ultrahoch erhitzt und pelletiert.

Ich zitiere jetzt einen Artikel von landmensch.wordpress.com, der sich mit Urin als Dünger auseinandersetzt. Besser kann man das nicht zusammentragen:

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Rhododendron düngen/ Entwicklung im Moorbeet

Werfen wir mal wieder einen Blick auf den Rhododendron, meinem Stolz. Wie der sich gemacht hat, ist echt der Wahnsinn. Er wächst und wächst. Er schiebt sogar einen neuen Ast.

Um den Vergleich in seiner Entwicklung zu ermöglichen hier ein früheres Bild (März) und ein aktuelles Bild (Ende Juni):

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Aktuell zeigt er wieder oder immernoch Anzeichen einer leichten Chlorose, aber bei dem Wachstum wundert es mich nicht, dass er Nährstoffbedarf hat. im Juli/ August steht auch die zweite Düngung mit dem Substral-Rhodo-Vital-Dünger an. Im März hatte ich ihn beim anlegen des Beetes das erste Mal mit dem Substral-Rhodo-Vital-Dünger behandelt.

Hier der Artikel vom März: http://reh-garten.de/das-moorbeet-rhododendron-und-heidelbeeren/

Natürlich liegt diese enorme Verbesserung nicht nur an diesem Dünger, alle Lebensumstände haben sich verbessert. Der Boden ist mit Rindenmulch abgedeckt, was die Feuchtigkeit besser hält. Ich gieße das Moorbeet öfter als andere Bereiche und den Rhododendron gieße ich im besonderen Maße. Bei jedem Aufenthalt im Garten gieße ich ihn mit meinem Urin, den ich während meines Aufenthaltes im Garten produziere, in einem Mischverhältnis mit Wasser von 1:10. So kriegt der Rhododendron 1-2 Eimer Wasser 1-3 Mal die Woche zusätzlich inkl. der düngenden Wirkung, die der Urin entfaltet. Das findet der ein oder andere vielleicht befremdlich oder eine etwas unappetitliche Vorstellung, aber der Erfolg gibt mir recht. Urin als Dünger wird unterschätzt bzw. einfach gering geschätzt.

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Gartenrundgang Ende Juni

Auch wenn der Sommer sich bisher noch nicht so richtig wie Sommer  angefühlt hat mit seinen kühlen Temperaruren und dem vielen Regen, der Garten sieht langsam aus wie ein richtiger Garten: Zeit für einen Rundgang!

Hier erst ein mal ein paar allgemeine Eindrücke, die man hat, wenn man den Blick entlang der Hauptachse schweifen lässt:

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Auf dem ersten Bild sieht man die neu gestrichene Tür. Das unaufdringliche Grün passt schön zum Grün der Pflanzen. Ich komme gleich zum Gemüsegarten, erst einmal ein Eindruck von ihm in seiner Gänze:

IMG_0526 IMG_0525Alles wächst prächtig, auch das Unkraut. Ich habe es immer noch nicht geschafft alles zu mulchen. Das liegt daran, dass man ja auch immer nachbessern muss, wo das Zeug bereits verottet ist oder die Vögel alles weggekratzt haben. Die Wege, die nicht gemulcht sind, müsste ich erst einmal von Unkraut befreien und das dauert so lange. Da ist immer etwas Dringenderes, das meine Zeit beansprucht. Es ist auch einfach so heiß, wenn die Sonne scheint, dass ich da erst ab 18/19 Uhr überhaupt rangehen kann, denn die Fläche liegt von früh bis spät  in der  prallen Sonne.

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Die Obst- und Beerensaison beginnt

IMG_0463Vor ein paar Tagen kam ich in den Garten und sah, dass mein Nachbar seine Riesenleiter im Kirschbaum hatte. Das lenkte meinen  Blick natürlich in den Baum und da prangten schon rote Kirschen! Da ich zuvor noch nie einen eigenen Kirschbaum hatte, war mir nicht so klar, wie früh die erntereif werden.

Natürlich inspizierte ich sofort meinen Baum, also den Großen hinten, ich habe ja zwei Süßkirschen. Und siehe da:

Es dauert vielleicht noch 2 Wochen bis sie vollreif sind, aber ich habe schon einige gegessen. Einige der vollbeladenen Äste hängen sehr tief und man kommt ohne Mühe ran. Aber Sonne ist eben immer eher oben und da IMG_0464wo die meiste Sonne ist, reift es zu erst. Mein abendliches Ritual ist es geworden mit meiner Mini-Maler-Leiter auf mein Schuppendach zu steigen und dort Kirschen zu essen.

 Allerdings brauche ich bald eine richtige Leiter um an die anderen 3 Seiten des Baumes zu kommen. Er ist einfach riesig. Heute habe ich auf dem Hundeplatz Maulbeeren geerntet, Der Baum ist ähnlich voll und tiefhängend, wie die Kirsche. Hmmm, ein gutes Frühstück! Ein Maulbeerbaum würde ich auch gerne mein eigen nennen, aber die werden mit 6-12 Metern wirklich sehr sehr groß. Das ist bestimmt nicht erlaubt und großes  wächst langsam zur Größe. Also gehe ich lieber in der Umgebung ernten. Man muss nur wissen wo.

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Wer die Seite Mundraub.org noch nicht kennt, dem sei sie bei Ernteabsichten an freizugänglichen Obst- und Nussgehölzen empfohlen. Hier kann man sich die nächstliegenden gewünschten Obst-/ Nussbäume und Sträucher anzeigen lassen und zur Ernte aufsuchen oder auch für Andere ein gefundenes Fressen selbst eintragen. Der heutige Baum ist z.B. nicht eingetragen, ich wurde sogar von Passanten gefragt, was das sei. Die Mirabellenernte letztes Jahr habe ich komplett auf diese Weise beschafft.

http://mundraub.org/map

Das Ende der Tomatenanzucht

Dieser Artikel ist als Schlusspunkt zur Reihe der Tomatenanzucht gedacht. Ich habe die Fotos am 28.05. gemacht, als ich die letzten Freilandtomaten auspflanzte, habe aber nicht geschafft zeitnah darüber zu schreiben.

IMG_0403 IMG_0404Hier sieht man links eine Tomate der Sorte Stupice und rechts eine Tomate der Sorte Hillbilly. Rund 6 Tomaten sind noch nach draußen gewandert, nachdem ich es für dieses Jahr nicht mehr geschafft habe den ganzen Boden im Gewächshaus auszutauschen. die Tomaten haben seit Ende April im Gewächshaus gestanden und sind dort noch ordentlich gewachsen. Nichts geht über echtes Sonnenlicht. Zum Zeitpunkt der Aufnahme maßen sie rund 30 cm und zeigten schon die Blütenansätze.

Ich war schon stolz, dass das in dieser Qualität geklappt hat. Mein Nachbar hatte natürlich schon Tomaten, die ihm bis zum Knie gingen und erste Blüten hatten. Aber für meine Bedingungen ist das Ergebnis sehr gut.

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Noch mal was zu den Kletterosen

Noch mal ein paar Bilder von den Rosen von Anfang Juni: Die Rose vorne am Gartentor hat auch zu blühen angefangen. Sie ist die einzige gefülltIMG_0453e und remontierende. Wunderschön. Die verwilderten Rosen an den Rosenbögen und hinten haben nur ganz kurz geblüht. Jede blühte hat in meiner Wahrnehmung nur einen Tag gehalten. Das ist etwas enttäuschend. Deshalb schaue ich mich mich doch nach Kulturkletterosen um. Darunter auch Ramblerrosen. Interessant sind für mich die Sorten New Dawn, Super Dorothy, Frau Eva Schubert und Super Excelsa. Ich könnte die auch hinten als Sichtschutz zusammen mit den Blauregen pflanzen. Dann würde im Mai erst der Balauregen blühen und im Juni die Rosen.

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Kletterrosen und andere Juniblüher

Vor einigen Tagen haben die Kletterrrosen angefangen zu blühen. Darauf war ich sehr neugierig, weil ich nicht wusste, welche Farben sie haben. Meine hintere Nachberin meinte, sie wären einst schöne dunkelrote Kletterrosen gewesen, seien aber jetzt verwildert. Das heißt, das wohl nur noch die Propfunterlage übrig ist. Sie meinte ich sollte sie abschneiden, aber ich wollte sie erst mal selbst sehen.

IMG_0412Auch Propfunterlagen können sehr schön sein und vor allem sind sie sehr robust, häufig im Gegensatz zur Veredelung. Auf einem Blog namens der beseelte Garten, habe ich gelesen, dass viele der exotischeren Gartenpflanzen und gefüllteren Rosen keine Nahrung für Bienen bieten, weil sie entweder keine Pollen produzieren oder die Bienen aufrund starker Gefülltheit nicht an die Pollen kommen. Oder weil die Mundwerkszeuge/Rüssel der Insekten nur bei Einheimischen oder Verwandten Arten funktionieren.

Meine Kletterrosen haben ungefüllte einfache Blüten und bilden reichlich Hagebutten, die von Vögeln in der kalten Jahreszeit verzehrt werden können.

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Beinwell im Landschaftsschutzgebiet hinter der KGA

Hinter der KGA liegt ein Landschaftsschutzgebiet, dessen Grenzen ich schon oft tangierte, wenn ich die wilde Komposthalde besuchte, um nach Grasschnitt zu suchen. Und immer nahm ich mir vor, es mal zu erkunden. Vor ein paar Tagen habe ich mir die Zeit genommen und dabei spannendes entdeckt:IMG_0419

Dieses Gebiet war einst ein Flachsee der langsam verlandete und so zu einem Niedermoor wurde. Der Boden besteht weiter unter der obersten Deckschicht deshalb aus Torf (,der Torf ist bis zu 1,8 Meter dick) und es herrscht ein wechselfeuchtes Bodenklima. Deshalb wachsen hier sehr spezielIMG_0427le Pflanzen. Das Ganze ist natürlich ein Biotop, weswegen dort auch die entsprechenden speziellen Tiere leben, aber diese sind mir bei meinem Spaziergang nicht ins Auge gefallen. Ins Auge gefallen ist mir Das hier:

Das ist Beinwell. Ich habe ihn erkannt, weil ich mich kurz zuvor mit Beinwell beschäftigt habe und Wege gesucht habe, wie ich ihn in meinen Garten kriegen könnte, denn es ist für den Bio-Gärtner eine äußerst nützliche Pflanze.

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Gartenrundgang Mai

Da sich so Vieles entwickelt und es bei vielen kleinen Veränderungen nicht lohnt einen eigenen Beitrag zu machen, fasse ich Alles in einem Gartenrundgang zusammen. Ich mache eine Tour entlang der Rabatten und der Obstwiese, durch den Gemüsegarten, den waldigen hinteren Gartenabschnitt und durch das Gewächshaus.

Generell stelle ich fest, dass die Natur dieses Jahr ein bisschen zu früh dran ist. Es haben schon viele Pflanzen angefangen zu blühen, die ich unter Juni abgespeichert habe:

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Monilia-Spitzendürre am Mandelbäumchen

Mein Mandelbäumchen hat Monilia. Bisher kannte ich das nur an Sauerkirschen. Aber es überrascht mich nicht, dass es auch beim Mandelbäumchen vorkommen kann, schließlich ist das alles eine Familie.

Ich hatte mir im Herbst und dem ganz frühen Frühjahr sehr viel Mühe gegeben alle Fruchtmumien von den Apfelbäumen zu sammeln, um die Wiederansteckung zu vermeiden. Bei der Süßkirsche hingen auch ein paar Fruchtmumien, aber ich kam da einfach nicht ran.

Woher kommt nun der Befall? Vielleicht von alten, bereits früher angesteckten Ästen, die nicht entfernt wurden? Die Spitzendürre sieht ziehmlich unansehnlich aus und fällt eigentlich sofort ins Auge, weil die schönen Äste, die vor Kurzem noch blühten, auf einmal welken und absterben.

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