Gemüsegarten, Obstbäume & Rebschnitt im März

Jedes Jahr ist es das Gleiche: Ein paar warme Tage, meine Aprikose und mein Pfirsich blühen wie jeck und dann kommt der Frost zurück. Noch nie habe ich einen Pfirsich oder eine Aprikose geerntet, seit ich die Bäume habe. An sich ist es gut, dass sie nicht voll hängen, weil die dünnen Äste sonst runter gedrückt werden würden und das dem Kronenaufau schadet, aber ich will endlich mal eine Frucht haben. Nur Eine!

Hier sieht man die Aprikose “Ungarische Beste” vor der ersten Frostnacht.

Jetzt haben wir sie, ähnlich wie den Pfirsich mit mit Winter-Vlies eingepackt, so gut, wie das möglich ist. Aber der Baum ist schon so groß. Problematisch ist ja auch, dass die Bienen nicht fliegen, wenn es so kalt ist, und wenn sie es täten, kämen sie nicht ran.

Kontrolle nach der 2. Frostnacht: Hm, das sieht nicht so gut aus. Nur sehr wenige Blüte sind unberührt geblieben. Na mal gucken, was am Ende dabei raus kommt. Vielleicht waren sie ja schon befruchtet.

Das ist mein kernechter DDR-Pfirsch, ein Sämling aus der Heimat. Ich bin schon sehr gespannt auf die erste Frucht, sollte ich den glücklichen Tag mal erleben. So viele Blüten, da muss doch was abfallen für mich?

Diesen Baum habe ich mit einem Kulturschutznetz komplett eingepackt. Er scheint die erste Frostnacht besser überstanden zu haben. Aber er ist wirklich dicht eingepackt. Null Chance für Bestäuber. Ich hoffe die Blüten halten sich.

Spalier- Birne “Conference”

Der Gemüsegarten

Der Gemüsegarten kriegt eine neue Schicht Holzhäcksel, leider den teuren abgepackten aus dem Baumarkt. Ich habe seit letztem Herbst versucht an Holzhäcksel vom GaLa-Bau oder von Straßenbäumen zu kommen, aber ich bekomme einfach nichts. Es ist mir ein Rätsel. Es gibt in ganz Berlin und Umland keine Holzhäcksel und ich frage mich, was machen die mit dem Zeug? Es muss irgend eine gewinnbringendere Verwertungskette geben, wohin das abfließt. Pelletheizung oder ähnliches.

neu belegt
Hier noch alte Häcksel, die im letzten Jahr erneuert wurden.

Es grünt ach schon hier und da, weil ich raue Mengen an Knoblauch schon im Oktober gepflanzt habe. Knoblauch kann ich kaum genug haben. Der Schnittlauch kommt auch schon.

Und weil ich auf einmal so viel mehr Zeit vor Ort habe und es schon so warm war, habe ich auch schon Rettiche, Radies, Wildsalate und Spinat ausgesät.

Radieschen
Rettich Ostergruß

Ich habe auch schon Kohlrabi & Petersilie gepflanzt, was aber jetzt mit einem Vlies geschützt werden muss. Auf dem Beet hat sich auch mein Lieblingssalat “Laurenzio” selbst ausgesät. Wie praktisch! Den habe ich jetzt angefangen in Reihen zu vereinzeln.

Beides teilt sich das Beet noch mit der Asia-Salatmischng vom Spätsommer, von der aber nur noch die Salatrauke übrig ist. Sie ist sowas von wüchsig und dominant. Ich finde, man sollte sie nicht in Mischungen mit so schwachen Partnern geben. Aber nun ist sie der erste Salat des Jahres und ich ernte sie ab, bevor der neue Salat kommt.

Der kleine Salat hätte den Nachtfrost abgekonnt, aber der Kohlrabi aus dem Baumarkt nicht. Deshalb musste ich das Beet auch abdecken. Das hat sehr gut funktioniert.

Der blaue Kohlrabi hatte es aber etwas schwerer. Ich weiß nicht, ob das mit der Farbe zu tun hat. Aber er sieht etwas lädiert aus.


Rebschnitt & Weinspalier

Im Februar war ich auf einem “Rebschnitt-Seminar” bei der Britzer Weinkultur. Seminar war dabei sehr eine euphemistische Bezeichnung, es war eher ein Subbotnik. War aber trotzdem ganz nett, nur schrecklich kalt. Sie erziehen ihren Wein aber als Cordon und ich am Spalier. Es gab leider keine Informationen zu anderen Erziehungsmethoden und das war schade. Die Erklärung der Schnittgrundlagen fiel sehr knapp aus. Wir sind danach einfach die unendlichen Reihen durchgegangen und haben uns durchgeschnippelt.

Nach dem Schnitt. Noch werden die zurecht geschnittenen Triebe stehen gelassen, wenn es wärmer wird, werden sie waagerecht runter gebunden.

Bei mir im heimischen Garten, habe ich erst 1 bis 2 Wochen später geschnitten. So sah es vor dem Schnitt aus.

Ich schneide zurück auf das “Gerüst”, dass parallel zu den Leisten an der Wand verläuft. Der Zuwachs der trägt, wächst senkrecht hoch, von einer Leiste, bis zur anderen.

Hier sieht mag gut das alte Holz, das “Gerüst”. Ich schneide auf “Zapfen”.
Ein Vorher (links) und ein Nachher (rechts).
DSC_1004



So wird es bald wieder aus den Zapfen austreiben. Die Britzer Weinkultur macht aus ihren Reben auch Wein. Da habe ich gleich mal eine Flasche zum kosten mitgenommen.


2 Comments

  1. Hallo,
    danke für Deinen neuen Beitraf. Das mit der Aprokose tut mir ja leid, sie sah so vielversprechend aus. Mein Pfirsichbaum blüht noch kein bisschen, kann aber auch nur noch wenige Tage dauern. Es ist definitiv noch zu früh dafür. Ich drücke Dir die Daumen, dass Deinem Baum weiterer Frost erspart wird und Du endlich mal welche ernten kannst. Letztes Jahr hatte ich aber auch nur zwei am Baum. Da freut man sich umso mehr, wenn es dann mal richtig klappt. :-).
    Was machst Du mit dem vielen Knoblauch? Lebst Du unter Vampieren oder musst Du Dir aufdringliche Mitmenschen vom Leib halten? ;-)
    Bleib schön gesund wunscht
    Mutti

    • sas

      März 29, 2020 at 12:51 am

      Hallo Mutti,
      ja gern geschehen:-) Danke fürs draumen drücken, der Pfirsich hält sich noch, aber diese Nachtfrostphase hält so schrecklich lange an. Na ich esse den Knoblauch. Ich liebe Knoblauch, ich brate sogar das Spiegelei zum Frühstück mit Knoblauch. Ich koche alles herzhafte mit Knoblauch und mit einigem. Deshalb habe ich einen hohen Verbrauch, das geht alles weg:-)
      Ich hab herzlich gelacht, nee keine solchen Absichten, aber es beschwert sich auch keiner. Allerdings habe ich über die Frage, des Andere-Leute-belästigens so nachgedacht, dass sogar ich davon geträumt habe. Aber soll ja auch gesund sein:-)

      Du auch schön gesund!
      lg

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