Juhuu! Mein Garten wurde ausgezeichnet! Dieses Jahr habe ich zum ersten mal überhaupt an einem Gartenwettbewerb teilgenommen. Das Thema war “Bestäubend schön Berlin- Begrünen für Wildbienen und Co.” Und das ist ja genau mein Thema! Da musste ich einfach mitmachen, aber dass das so toll ausgeht, hätte ich ich selbst nicht gedacht. Der Wettbewerb lief seit März, im Juni hatte ich meine Bewerbung eingereicht und jede Woche kontrollierte ich, ob eine Einladung für die ersten 50 Bewerber ist Haus geflattert wäre. Aber es kam nichts. 11 Tage vor Einsendeschluss im September stellte sich durch Zufall heraus, das meine Bewerbung nicht angekommen war. Blankes Entsetzen! Die Tücken der Technik. Gott sei Dank hat es dann doch noch geklappt.

Ach das war alles so aufgregend, ich bin immer noch ganz aufgeregt, wenn ich daran zurück denke. Ich war so glücklich und habe mich so gefreut! Es bedeutet mir wirklich viel.

Der Artikel dazu in der aktuellen Ausgabe vom Berliner Schrebergärtnermagazin, das alle Kleingärtner bekommen. Ohne meine Freunde Frank und Christiane, die den 3. Platz belegten, hätte ich mich gar nicht beworben, denn ich hätte sonst gar nicht mit bekommen, dass es den Wettbewerb gab.

Wettbewerb und Veranstalter:

Der Wettbewerb wurde von der Grünen Liga Berlin e.V. durchgeführt. Die GRÜNE LIGA Berlin ist ein anerkannter Umwelt- und Naturschutzverband, dessen Ziel eine nachhaltige und ökologische Stadtentwicklung ist. Im Rahmen dessen unterstützt, koordiniert und berät die Grüne Liga gesellschaftliche und umweltrelevante Bewegungen in Berlin. Dazu gehört zum Beispiel der Ökomarkt am Kollwitzplatz, das Umweltfestival Berlin, die Bildungsreihe “Giftfreies Gärtnern” zu dem es auch einen Wettbewerb gab oder das Grüne Klassenzimmer und einige mehr.

Das neueste Projekt war nun “Bestäubend schön Berlin”: Im Rahmen der Berliner Strategie zur Biologischen Vielfalt nimmt die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz zusammen mit der Deutschen Wildtier Stiftung im Projekt „Mehr Bienen für Berlin – Berlin blüht auf“ seit Juni 2018 das Berliner Stadtgrün ins Visier. Das Projekt ist auf 5 Jahre angelegt. Neben praktischen Maßnahmen (Anpassung des Straßengrüns, Brachflächenmanagement usw.) sollen auch Informations- und Öffentlichkeitsarbeit für die Sache eingesetzt werden. Hier kommt die Kooperation mit der Grünen Liga ins Spiel.

Das Projekt „Bestäubend schön Berlin – Begrünen für Wildbienen und Co.“ ist die praxisnahe Ergänzung zum Projekt von Senat und Deutscher Wildtier Stiftung. Die Grüne Liga bietet im Rahmen des Projektes Beratung zum Begrünen von Dach, Hof oder Garten an, sowie Workshops und Veranstaltung zu dem Thema. Um dem Thema zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen, gibt es den Wettbewerb, zeitgleich werden so Beispiele dokumentiert, dessen was bereits läuft oder Ergebnisse erfolgreicher Beratung. Es wird auch noch eine Broschüre dazu mit Bildern der Preisträger-Gärten raus kommen.

Als Instrument für die praktische Unterstützung hat die Grüne Liga die Gartenbox „Bestäubend schön Berlin“ entwickelt und heraus gebracht. Alle Preisträger haben sie als Preis mitnehmen dürfen. Die Box ist ein mobiles Karteikartensystem mit sieben Themenrubriken auf insgesamt 135 Karten. Darauf zu finden sind Infos und Kniffe zum bestäuberfreundlichen und naturverträglichen Gärtnern. Zusätzlich stellt die Box die wichtigsten bestäubenden Insektenarten und ihre Nahrungspflanzen vor. Wirklich sehr schön und sehr hochwertig gemacht.

Leider ist die Garten-Box nicht mehr zu haben. Es wurden nur 500 Stück produziert und leider wird es laut Grüner Liga auch keine Nachproduktion geben. Wirklich schade, ich finde das ist echt das Tool für das Projekt! Aber die Produktion war bestimmt sehr teuer und sie wurden ja auch nicht verkauft, sondern man konnte sich nur darum bewerben oder sie gewinnen. Erfreulicherweise kann man die Inhalte der Gartenbox aber als Download erhalten. (Klick oben auf die Verlinkung im Wort Gartenbox)

Die Preisverleihung fand im Tagungszentrum „Gärten der Welt“ statt. Das war wirklich eine sehr schöne Veranstaltung. Es wurden Preise in sechs Kategorien verliehen, alle Projekte wurden vorgestellt. Es gab einen Publikumspreis über ein Online-Voting, der Rest wurde durch eine Fachjury entschieden. Es gab ein schönes Kulturprogramm mit einem E-Cellisten und ein spektakuläres und öko-korrektes Buffet. Leider knabberte ich noch an ein Paar Spinatröllchen, als ich aufgerufen wurde:-)

Mit freundlicher Genehmigung der Grünen Liga Berlin e.V.

Die Fachjury bestand aus dem und Auftraggeber: Stefan Tidow, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz( kurz: Sen UVK), Christian Schmid-Egger (Deutsche Wildtier Stiftung- Wildbienenexperte), Bernd Machatzi – Landesbeauftragter für Naturschutz und Landschaftspflege(SenUVK), Marianne Lach-Diehl – Vertreterin des Kleingartenverbandes (Gartenfreunde e.V.), Ines Fischer, Sandra Kolberg (beide GRÜNE LIGA Berlin). Eine wirklich hochkarätige Jury.

Ich war während des Online-Votings so deprimiert, weil die Konkurrenz so groß war. Es gab so tolle Projekte, die mir selbst so gut gefallen haben und vor der Preisverleihung gab es noch gar keine Kategorien. Die wurden Gott-sei-Dank aufgemacht, weil man die Projekte einfach nicht miteinander vergleichen konnte. Das der Publikumspreis im Wettbewerb mit Schulen nicht zu holen war, war auch klar. Oh Mann, ich war so glücklich, als ich aufgerufen wurde.

Mit freundlicher Genehmigung der Grünen Liga Berlin e.V.

Was gab’s denn Schönes zu gewinnen?

Es gab eine Menge schöne Preise, die die Gewinner in ihrem Projekt unterstützen sollen: Die Box für alle, verschiedene Gutscheine bei Baumschulen, Gartengeräteherstellern, einem Natur- und Gartenbuchverlag, Geldpreise und Saatgutmischungen. Einige Sachen habe ich gleich sinnvoll weiter geschenkt, an Gärtner, die sie noch besser gebrauchen können.
Besonders toll finde ich natürlich alles zu Wildbienen- und Insekten allgemein. Da habe ich gleich mehrere schöne Sachen bekommen, zum Beispiel das Wildbienenbuch, aber auch einen Insektenführer, obwohl die meisten Bücher da für ein breites Publikum ausgelegt sind und ich es eigentlich mit noch mehr Detailtiefe brauche.

Sehr gefreut habe ich mich über eine Spezialausgabe über Wildbienen des Deutschen Bienenjournals, da komme ich normaler Weise nie zu es auszuleihen. Aber ich würde es immer gerne.

Witzig fand ich auch das Buch “Der antiautoritäre Garten- Gärten die sich selbst gestalten” Es geht in dem Buch um das Gärtnern mit Pflanzen, die sich selbst versamen oder andersartig vermehren und so selbst für die Fülle und die Dynamik sorgen und sich den besten Standort selbst aussuchen. Ganz nach meinem Geschmack, das mache ich ja in Teilen schon so. Das Buch befasst sich wirklich mit den Grundlagen und ist auch für absolute Neulinge ein schönes Erklär-Werk. Es werden Standorte und geeignete Pflanzen erklärt. Ich genieße die schönen Fotos der selbst etablierten Arrangements. Sowas finde ich immer inspirierend.

Dazu gab es noch einen großen Gutschein, den ich sehr gut gebrauchen kann. Viel Dank noch mal an die Grüne Liga, den Senat und die Sponsoren des Wettbewerbs.