Category: Pflanzen (page 8 of 9)

Die Wunderwelt der Akelei

Zur Zeit blühen die Akelei und ich war wieder so fasziniert von ihren Blüten, dass ich das gerne mal  zeigen möchte. Die Akelei samt sich nämlich selbst aus und sucht sich dabei den geeigneten Standort selbst. Dabei kreuzt sie sich permament mit sich selbst/ mit umstehenden Akeleien, so dass sie unzählige Varianten von sich produziert. So kann man nie davon ausgehen, dass man die Muttersorte auch in den Kindern wiederfinden wird. Die Bandbreite an Variation, die die Akelei dabei ausschöpft, ist enorm und überrascht mich immer wieder. Eigentlich will man keinen Sämling ausreißen, weil man hofft noch etwas neues zu sehen, auch wenn das Beet schon aus allen Nähten platzt.

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Nochmal Tulpen und Milchsterne und die Hängematte zieht ein

Als ich nach mehrtägiger Pause vor 2 Tagen in den Garten kam, war das Gewächshaus davon geweht- so ein Schreck! Und es war durch den Wind und sein eigenes Gewicht demoliert, wie man sieht.

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Ich konnte es wieder zurecht biegen und aufstellen. Den Tomaten ist nichts passiert. Öfter hält es das aber bestimmt nicht aus. Ich hatte die linke Seite noch nicht richtig befestigt, weil der Boden nach dem Austauschen dort zu weich war für die Heringe. Außerdem dachte ich, das sei nicht so wild, weil der Wind hauptsächlich von rechts kommt, was ich der Windneigung der Bäume entnommen hatte. Tja, geirrt. Heute war Unwetterwarnung. Ich habe das Gewächshaus mit allen Heringen befestigt und mit allen zur Verfügung stehenden Latten und Steinen beschwert. Schau`n wa mal.

Da ich immer noch nicht genügend Grasschnitt produziere, konnte ich viele Flächen, die es nötig hätten immer noch nicht mulchen und so bekämpfe ich immer noch das Unkraut mechanisch. Hier habe ich ein besonders schönes Beispiel von Pflanze am falschen Ort, was sie zu Unkraut degradiert. Hier sieht man neben echtem Unkraut und gewollten Pflanzungen eine Streuung von winzigen, einzelnen Blättern der Tradeskantie oder Dreimasterblume. Ich kann Tradeskantien rein optisch schon nicht leiden, aber ihre vegetativen Eigenartnen machen machen sie nur noch unsympathischer, eine echte Plage. Hier stand mal ein Riesenhorst einer Tradeskantie, die sich um eine Lupine verwachsen hatte. Die Lupine musste ich herausschneiden, so undurchdringlich und fest umklammerten sie die Wurzeln der Tradeskantie. Aus jedem kleinsten Fitzelchen einer Wurzel, dass im Boden zurückblieb, sprießt nun eine neue Pflanze. Ich sag nur, wehret den Anfängen!

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Hier mal ein Blick aus den Metallkassettenfenstern im Vorraum des Gartenhauses, es sieht irgendwie aus, wie aus einer anderen Zeit:

Endlich hat es die Hängematte in den Garten geeschafft, obwohl ich es noch keine 10 Minuten geschafft habe drinnen liegen zu bleiben. Ich springe immer wieder raus, weil ich denke, ich muss noch so viel machen. Heute hatte ich mir auch wieder vorgenommen ein Schläfchen zu versuchen, aber dann kam die Unwetterwarnung, und der Duracell-Hasenmodus war wieder an.

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Alles weiße sind die Milchsterne, die Wiese ist über und über bedeckt damit. Es sieht aus wie ein Designgarten in weiß.

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Eine äußerst lauschige Ecke. Wenn es im Hochsommer richtig heiß ist, wird man es hier immer noch großartig aushalten können. Das zweite Foto ist der Bick aus der Hängematte Richtung sibirische Iris und Pflaume später am Abend.

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Ebenfalls am Ende des Tages, der Blick Richtung Haus. Es wird schon dunkel.

Nochmal zurück zu den Tulpen und Milchsternen: Das sieht so übertrieben schön und überreich aus, dass es aussieht wie eine Studiokulisse. Es fehlen nur noch kleine Lämmchen und hoppelnde Flausch-Kanninchen. Ich scheine auf die Linse gefasst zu haben, alles sehr verschwommen weichgezeichnet und strahlend, als hätte ich mir Vaseline auf die Linse geschmiert, wie bei fragwürdigen Beauty-Fotos aus den Neunzigern. Ich betone noch mal, es ist reiner Zufall.

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Am gleichen Tag habe ich das Wachstumsvließ vom Spargelbeet genommen und Tada! Da isser der Spargel. Allerdings ein bisschen mickrig, kleiner noch als Babyspargel.

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Tulpen und Milchsterne

 

Nach all dem Unkraut-Ungemach möchte ich mich endlich dem schönen widmen: Die Tulpen und diverse andere Frühjahrsblüher machen meinem Garten schön. Eigentlich ist dazu nicht viel zu sagen, eher zu gucken.

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Die erste Rabatte im Garten die ich im November 2014 angelegt habe, bis auf die noch nicht blühenden Glockenblumen, den Tulpen und einer Schleifenblume, stehen dort nur Pflanzen, die ich aus dem Rasen ausgegraben habe oder die dort schon waren: Pfingstrose und Kletterrose, dazu kam Vergissmeinnicht, Günsel, Schwertlilien, Krokusse, Traubenhyazinten, Milchsterne.

 

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Vordere Teil der Rabatte am 1.Mai, es sind noch nicht alle Tulpen da.

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Eine Woche später sind auch die rosa Tulpen da. Ich freue mich schon auf die Pfingstrosen. Ich bin enorm gespannt, welche Farben sie haben, oder ob sie alle die gleiche Farbe haben.

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Hier sieht man die Milchsterne, die sich überall im vorderen Wiesenbereich verteilen.

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Nochmal die Milchsterne im wunderschönen Zusammenspiel mit den cremefarbenen Narzissen, nachdem die Löwenzähne abgeschnippelt wurden.

Und die Apfelbäume blühen, jeder Baum hat eine andere Blütenfarbe, was mich vermuten lässt, dass es unterschiedliche Sorten sind. Ich bin gespannt auf die Äpfel.

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Die letzten Beiden haben die gleiche Blütenfarbe. Der Letzte ist ein junger Baum, der aus einem Apfel, der auf den Kompost geworfen wurde, wuchs. Er ist nicht ideal gewachsen, aber blüht kräftig. Ich wollte ihn schon weg machen, weil er so ungünstig im Weg steht, aber jetzt warte ich erst mal ab.

Es wird schön!

Einen Vorteil hat es, dass die ganze Nachbarschaft ihren Gelben-Sack-Müll und Sperrmüll vor meiner Hecke abstellt: Ich bin immer der Erste, der es sieht und kann Brauchbares rausfischen. so habe ich heute ein paar Rankstangen ergattert und vor Allem diesen schönen Tisch, den ich als Pflanztisch benutzen kann. Das Holz ist an einer Stelle etwas marode, aber das kann ich einfach auswechseln. Das Gestellt ist aus Eisen, super robust und einfach schön.

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Die Kirschblüte ist fast vorbei und überall fliegen die Kirchblütenblätter umher. Dafür beginnen die Apfelbäume und Pflaumen jetzt zu blühen.

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Auf der Wiese blühen viele Blumen, wilde und Kulturformen und ergeben wunderschöne Kompositionen:

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Hier ist es in blau-lila Kerzen der Günsel, im Vordergrund blüht Vergissmeinnicht, im Mittelfeld und Hintergrund Gänseblümchen und Löwenzahn, übertrohnt von creme-gelben Osterglocken. Dazwischen die silbernen Blattrosetten von 2 Vexiernelken.

Dort wo das so ist, lasse ich die Wiese vorerst einfach stehen und mähe nur die Flächen, die ich viel begehen muss, damit das Gras nicht nur plattgerammelt wird. Das setzt schöne Akzente aus gepflegt und bewusst naturnah gelassen. Es unterteilt größere Rasenflächen optisch in verschiedene Nutzungsbereiche und wirkt dadurch abwechslungsreicher. Die Blühenden Wildblumen sind auch für Insekten relevant.

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Und in dieser Bullerbü-Romantik kann ich jetzt meinen Kaffee-Tisch aufstellen und über einer Peca-Nuss-Tasche sinnieren. Danke noch ein mal an die Schenker:-)

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Heute habe ich auch im Garten einen Vogel gesehen, den ich mein Lebtag bisher noch nicht gesehen habe, und ich war der Meinung ich kenne alle Vogelarten, die Gärten als ihr Revier nutzen. Das sowas sein kann, hätte ich nicht für möglich gehalten:-) Ich musste sogar nachschlagen, was es war: Ein Gartenrotschwanz, ich kannte nur den Hausrotschwanz. Zwei Männchen balgten sich im Apfelbaum vermutlich ums Revier oder die Braut. Später sah ich auch den Gewinner mit seinem Weibchen. Das saß auf dem Stiel meiner Grabegabel und badete in ein paar Regentropfen.

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Im Gewächshaus läuft es gut, einigen Tomaten kann man beim Wachsen zusehen. Ich beschäftigte mich mit verschiedenen Konzepten zur Bewässerung und werde das bald umsetzen müssen.

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Das Moorbeet: Rhododendron und Heidelbeeren

“Es war einmal, als das Wünschen noch half, da hatte eine alte Frau einen großen Garten. Und weil sie nicht wusste, was anfangen mit all dem Land, pflanzte sie zwei Tannen, 5 Zuckerhutfichten, 1 Rhododendron und ein Mandelröschen. Als die alte Frau gestorben war, kam der König und befahl alle Tannen und Zuckerhutfichten fällen zu lassen. So stand der Rhododendron verloren und allein, beraubt des Schutzes der Anderen und wurde krank und immer kränker.”

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Da sprach der Busch: “Dünge mich, dünge mich, alle meine Blätter sind schon ganz gelb!”

Der Rhododendron sieht wirklich schlimm aus: Er hat Nährstoffmangel und das hat damit zu tun, dass der Boden nicht sauer genug ist (habe ich mehrfach getestet)  und die Pflanze somit die ev. vorhandenen Nährstoffe gar nicht aufnehmen kann. Wahrscheinlich war es das letzte Jahr auch zu trocken und zu sonnig, obwohl man sagt, das könnten Rhododendren aushalten, wenn sie genug gegossen werden.

Also wie kriege ich meinen Boden saurer? Das einzige, was sich außer Erde austauschen anbot, war dieses vielversprechende Mittel:

IMG_0242“Substral Bodenkur Rhodo-Vital ist ein Bodenhilfsstoff mit Nährstoffzusatz auf Basis hochwirksamer Meeresalgen zur gezielten Behandlung von Rhododendren und anderen Moorbeetpflanzen. Die hochwertigen Inhaltsstoffe verbessern den Wasser-, Luft- und Nährstoffhaushalt des Bodens langfristig und senken den pH-Wert bereits innerhalb eines Jahres um bis zu dem Wert von 1. Für eine optimale Wirkung 200 g/qm im Frühjahr ausstreuen, weitere 75 bis 100 g/qm im Juli/August. Organisch-mineralischer NPK-Dünger
5 + 4 + 7,5 mit Bor, Eisen, Mangan, Molybdän und Zink. 57% Algen.” – Herstellertext

 Allerdings dauert es auch bei vorschriftsmaßiger Anwendung um die ein bis zwei Jahre, bis so ein krankes Gewächs wieder gut aussieht. Zudem dünge ich mit Stickstoff. Ich bin gespannt.

Diese Bodenbehandlung habe ich auch bei den Heidelbeeren und den sibirischen Blaubeeren vorgenommen. Anschließend habe ich das ganze Beet mit Nadelholz-Rindenmulch abgedeckt, damit sich die Feuchtigkeit besser im Boden hält. Ich habe Nadelholzrindenmulch genommen, das wirkt vielleicht auch in Richtung Ph-Wert-Senkung, auf alle Fälle unterdrückt es schön das Unkraut und ich habe weniger damit zu tun. Auf der gemulchten Fläche kann ich auch schön rumlaufen, wenn ich die Heidelbeeren beernte.

Und so sieht es derzeit aus: Die Rasenkannte ist mir ausgegangen, deswegen konnte ich das Beet nicht ganz abschließen und es fehlt dadurchauch die Begrenzung eines Weges, der vom Rasenteil an den Heidelbeeren vorbei zum Gewächshaus führen soll.  Der im Herbst gesähte Rasen auf der anderen Hälfte auf gleicher Höhe wächst  langsam, aber die Spatzen fressen die Nachsaat weg. Sie grasen auf der Fläche wie eine kleine Schafherde.

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Hier gibt es noch mal ein kleines Vorher-Nachher: Nov. 2014 noch mit den Tannen und Babysandkasten, Dez.2014 nach der Fällung und jetzt.

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Die Tomaten kommen ins Gewächshaus

Das Gewächshaus steht. Aus Kostengründen habe ich mich vorerst für ein Foliengewächshaus entschieden, denn Gewächshäuser, die für mich von ihrer Größe überhaupt in Frage kommen, möchte ich mir vorerst nicht leisten, denn das Dach des Häuschens ist noch zu machen und das ist dringender und teuer genug. Das Foliengewächshaus ist eine gute Alternative, zumal es in seiner Ausführung eines der Durchdachteren ist. Es hat sowohl vorne, als auch hinten eine Tür, so dass man, wenn es sehr heiß oder feuchtwarm ist, Durchzug erzeugen kann. Und es hat 6 Fenster mit Insektenschutznetzt, ebenfalls zur guten Durchlüftung. Es ist 1,90m breit,: 4,5m lang  und 2m hoch. Die Folie soll UV-bständig sein.

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Da ich es auf die Stelle gestellt habe, auf der vorher die Tannen wuchsen, werde ich den Boden dort komplett austauschen müssen. Überraschender Weise ist dieser nicht wie zu vermuten sauer, aber er ist ganz sicher ausgelutscht und im Gewächshaus soll ja immer der beste Boden sein. Auf der rechten Seite ist der Austausch bereits geschehen.

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So geräumig ist es von innen und es ist schon jetzt mächtig warm!

Auch den Kompost habe ich auf seinen Ph-Wert getestet, weil ich annahm, er müsse auch sauer sein, weil dort soviele Tannennadeln, Tannenzapfen und Thuja-Schnitt umgesetzt wurde. Aber auch er ist überraschender Weise nicht sauer, allerhöchstens schwach. Es war jedenfalls blau. Das finde ich wirklich erstaunlich. Dabei riecht der Kompost ganz harzig, wie nach Latschenkiefern. Aber er ist so schön feinkrümelig, wunderbarer Humus alles schön ausgekäckert von Regenwürmern und Nashornkäferlarven.

Auf diesen Streifen habe ich, mit 70 Zentimeter Abstand zwischen den Pflanzen, die Tomaten gepflanzt, die bisher am größten sind: 2 San Marzano, 1 Black Russian, 1 Black Plum und 1 Hillbilly. Eine Black Russian wartet noch im Topf, bis die andere Seite bepflanzbar ist. Eigentlich habe ich das Gewächshaus für die San Marzano, weil diese so spät reift und feuchtigkeitsempfindlicher ist, aber ich habe gerade mal 4 von der Sorte. Ich werde von jeder Sorte, bis auf die Johannesbeertomate, mindestens eine Pflanze ins Gewächshaus setzen, um mal zu vergleichen, wie der Unterschied in der Entwicklung verläuft. Die Johannesbeertomate wird einfach zu ausladend für ein Gewächshaus und wächst auch draußen problemlos.

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Die weiteren Tomatenpflanzen werde ich auch ins Gewächshaus stellen, allerdings in Töpfen. Sie werden jetzt dort besser wachsen als bei mir zuhause unter Kunstlicht. Sie brauchen einfach größere Töpfe, dann  nehmen sie aber so viel Platz ein, dass sie nicht mehr unter die Lampen passen. Außerdem kann nichts mit echter Sonne mithalten und es ist auch immer etwas zu kühl in meinen 4 Wänden.

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So haben die Tomaten den Transport per Roller in den Garten wohlerhalten überstanden. Ein Hoch auf die Stullenbüchse!

Den übrigen Beeten geht es auch gut: Die Erdbeeren sind alle gepflanzt. Die Steckzwiebel sprießen, die Kartoffeln habe ich zur Hälfte gelegt und Salat habe ich, bis das Beet fertig ist, auch im Gewächshaus gesäht.

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Die naturnahen Bereiche des Gartens haben gerade einen Wachstumsschub:

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Kirschblüte!

Gestern hat die Süßkirsche angefangen zu blühen und heute konnte ich es mir ansehen. Es ist wunderschön!

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Von allen Richtungen bin ich um den Baum geschlichen, um mir diese Blütenpracht anzusehen. Bei den niedrig hängenden Ästen konnte ich auch mal meine Nase in ein Paar Blütenbüschel stecken.

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Ich könnte ewig nur da stehen und schauen. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie das auf mich wirkt. Aber ich glaube die Wirkung  der Schönheit und Größe in der Natur auf den Geist und  Körper des Menschen ist Vielen viel zu wenig bewusst und kann gar nicht hoch genug bewertet werden.

Unter dem ausladenden Kirschbaum herrscht, wie schon öfter erwähnt Waldklima. Neben der Waldmaus und den Nashornkäfern, zeigt das auch der fröhlich wuchernde Giersch und die Walderbeeren, die dort sprießen. Diese geradezu aufforderndern Standortbedingungen habe ich genutzt, um mal zu probieren, ob Waldmeister und Bärlauch bei mir wachsen wollen. Wer hat nicht Lust auf Waldmeisterbowle und Bärlauchpesto?

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Auch das Mandelröschen hat angefangen zu blühen:

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Umtopfen der jungen Tomatenpflanzen

Wie angekündigt stand heute das Umtopfen der jungen Tomaten an, die besonders gut gewachsen sind und denen es in ihren kleinen Torftöpfen bereits zu eng geworden ist. So sahen die Pflanzen heute vor der Aktion aus:

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Die besonders großen Pflanzen stehen an den Rändern, weil die Wachstumsbedingungen in der Mitte etwas besser sind, so können die kleineren Pflanzen etwas aufholen. Dort überscheiden sich beide Lichtkegel und das Mikroklima zwischen den Töpfen wirkt auch förderlich.

Ich pflanze in nur unwesentlich größere Torftöpfe, wie man hier unten sieht.  Sie sind etwas tiefer, so dass ich die nicht tiefergesetzten Tomaten jetzt tiefersetzen kann, so dass der Stengel nicht zu lang wird. Bei dieser Art tiefersetzen gibt es keine Wachstumsunterbrechung, da die Wurzeln nicht gestört werden. Vor dem Umtopfen reiße ich die oberen Kanten der alten Töpfe  ab. Sie stören nur beim Verteilen der Erde und haben keinen Nutzen mehr.

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So gut durchwurzelt die die Ballen der Pflanzen, die ich heute umsetze. Töpfe die nicht so gut durchwurzelt sind, topfe ich auch noch nicht um, es besteht ja offensichtlich kein Bedarf.

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Das bleibt übrig, wenn ich mit dem Abreißen fertig bin. Und das kommt jetzt in den neuen Topf. Bei den Pflanzen, die tiefer gesetzt werden sollen, stelle ich den Ballen direkt ohne weitere Erde in den Topf und fülle nur oben und an den Seiten auf. Auch eine Schrägstellung des Stengels kann man jetzt gut korrigieren. Bei den Pflanzen, bei denen das nicht nötig ist, fülle ein wenig Erde in den neuen Topf und mache es dann wie bei den Anderen.

 

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Ein gewisses Tier stört mich immer bei der Arbeit.

Die Anzuchterde ist sowas von trocken. Das macht sich ganz gut beim Aufüllen der Töpfe, weil es sich gut verteilen lässt, aber das Angießen ist eine Geduldsprobe. Das Wasser perlt nur so ob. Es dauert ewig.

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So sieht es nach getaner Arbeit aus. Die Kleinen müssen noch ein Wenig wachsen, dann kommen sie auch dran und dann wird es auch langsam eng auf meinem Backblech. Ich habe keinen Platz für die Gurken, oder Zuchinis oder Studentenblumen. Da bräuchte ich noch ein Blech und noch zwei Stehlampen.

Das war jetzt eigentlich die letzte große Aktion bei der Anzucht von Tomaten. Eventuell müssen die Pflanzen noch einmal umgetopft werden, weil die Töpfe jetzt recht klein sind. Aber ansonsten müssen die Pflanzen jetzt nur noch wachsen, bis sie raus kommen.

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Pflanzenlieferung für die Rabatte und die Hecke

Heute  ist trotz Poststreik mein vorerst letztes Pflanzenpaket gekommen mit einem Holunder, zwei Lenzbeeren und 5 wurzelnackten Brautspieren zur Auffortstung der Hecke.

In den vergangenen Tagen habe ich die Stauden, die mit der Post gekommen sind in die Rabatten gepflanzt. Das sieht jetzt noch sehr wenig spektakulär aus, nächstes Jahr sieht es anders aus:

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Am Ende der schmalen Rabatte auf der Gemüsegarten-Seite habe ich in Abgrenzung zum Rasen einen kleinen Trampelpfad mit Ziegeln gepflastert, damit das Gras nicht in die Rabatte wächst.

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Heute habe ich die Brautspieren in die Lücken der Hecke gepflanzt. Das konnte nicht warten, weil die Pflanzen, wie gesagt,  wurzelnackt geliefert wurden. Dafür war es besonders günstig (3,95 das Stück!). 5 Stück habe ich in der Hecke verteilt. Die Pflanzen sind rund 1,20 m groß und passen sich derartig unauffällig in die Hecke ein, dass man zweimal hinsehen muss, und wenn man nicht weiß, dass man sie just dort hin gepflanzt hat findet man sie gar nicht mehr wieder.

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So sah die Lieferung aus.

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Die Hecke ist eigentlich zweireihig gepflanzt. Hier fehlen auf einen Meter Länge die Pflanzen auf der inneren Reihe und die Lücke bietet Platz für 2 neue Pflanzen.

Hier das Ergebnis: Wie sie sehen, sehen sie nichts. Passt perfekt. Damit man was erkennen kann, habe ich auf den zweiten Bild die Pflanzen mal markiert:

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Weiter  vorne in der Hecke musste ich erst wieder riesige, widerspenstige Brombeerabsenker ausgraben. In den Krater habe ich die letzte Brautspiere gepflanzt. Das zweite Bild zeigt eine Pflanzung in der Außenseite der Hecke Richtung Straße.

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Für die Blaubeeren und den Rododendron habe ich einen Test zur Bestimmung des Ph-Wertes des Boden gekauft, weil der ja bekanntlich sauer sein soll. Und ich glaube zwar, dass er sauer sein müsste, aber wer weiß das schon. Überraschender Weise zeigt der Test, dass der Boden dort neutral ist. Ich habe aber auch vielleicht die Probe falsch entnommen. Ich habe die Erde direkt von oben genommen und nicht aus 10-20 cm Tiefe. Ich werde das noch mal so machen und die Ergebnisse vergleichen.

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Grünen Spargel pflanzen

Mit meinen Stauden sind auch die Spargelpflanzen gekommen. Bei einer früheren Gartennachberin habe ich gesehen, dass sie grünen Spargel hatte. Der war schon sehr alt und wuchs nicht in Reihe sondern kam überall mal hier und da zwischen ihren anderen Gemüsen. Das fand ich sehr inspierierend, denn ich liebe grünen Spargel und er ist viel einfacher anzubauen, als weißer Spargel. Das gute an Spargel ist, es ist eine Anschaffung, von der man lange etwas hat. Nach den ersten drei Jahren, nachdem man eine Kultur neu anlegt hat, kann man anfangen zu ernten und das die nächsten 10-15 Jahre lang ohne Ertragseinbußen. Dannach baut der Ertrag der Pflanze ab, so wie bei meiner bei meiner früheren Gartennachberin.

Die Packungsgröße umfasste 20 Pflanzen. Das ist ganz schön viel, wenn man bedenkt, das auf einen Längenmeter Beet nur 3 Pflanzen kommen. Eigentlich würden 10 Pflanzen reichen. Ich habe jetzt erstmal die Hälfte, auf das dafür vorgesehene Beet gepflanzt und überlege noch, wohin mit dem Rest.

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Hier sieht man, wie die Lieferung gekommen ist. Es sieht aus wie ein merkwürdiges Gemüse für die asiatische Küche oder wie ein Untrerwassergetier. An der Spitze des Wurzelschopfes sieht man die Triebspitzen, aus denen dann die Spargelstangen werden.

Der Spargel soll in einem Abstand von 40 cm gepflanzt werden, das Pflanzloch mit einer Tiefe von 30 cm ausgehoben werden. Der Spargel wird aber nicht so tief gesetzt, denn das Loch wird aufgefüllt mit Kompost und anderen Nährstoff anreichernden Substanzen, wie Dung,oder Dung-Pellets, Horn-Schrot, oder sogar Fischmehl oder Algen, wie es in meinem John Seymore-Buch steht. Aber wir sind ja nicht am Meer. An Dung kommt man hier auch immer schlecht ran, obwohl es einige Reithöfe in der Nähe gibt. Aber es mangelt immer am Anhänger, mit dem man so etwas transportieren könnte. Also ich habe Kompost und Horn-Schrot genommen. Das muss jetzt erstmal reichen, ich habe auch sehr guten Boden und werde diesen durch Mulchen und Düngen mit Dung-Pellets im laufenden Anbau aufwerten.

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So und nach all diesen Schritten kommt der Spargel oben drauf. Das habe ich nicht vorschriftsmäßig gemacht. Man soll die Wurzeln sternförmig ausbreiten. Das habe ich nicht hinbekommen, die Wuzeln waren so lang und mein Loch relativ schmal, weil ich nicht wusste, wohin mit der Erde, ich habe noch keine Schubkarre. Ich hatte Angst die Wurzeln dabei abzubrechen. Der Spargel wird es überleben. Wenn ich die zweite Runde pflanze, mache ich es “richtig” und dann gucken wir mal, welcher Reihe es besser geht, oder ob es überhaupt einen Unterschied macht.

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Im Anschluss habe ich die Reihe mit Wachstumsvlies abgedeckt, als Frostschutz. So stand es in der Pflanzanleitung des Lieferanten. Das Vlies kann ich drauf lassen, bis der erste Spargel kommt.

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