Author: sas (page 2 of 26)

Tomatenvielfalt 2019-Teil 1

Yippi, die Tomatensaison 2019 hat begonnen! Endlich gibt es wieder Tomatenvielfalt, tolle Farben und tollen Geschmack! Ein paar neue Sorten, Überraschungen und dann und wann auch ein paar Enttäuschungen. Das pralle Tomatenleben.

Die erste richtige Ernte

Northern Lights:

Von dieser Sorte hatte ich letztes Jahr eine Tomate geschenkt bekommen. Zumindest ergab das meine Recherche, denn die schenkende Person wusste nicht, wie die Sorte hieß.

Ich wusste aber nicht, ob die Pflanze samenfest war, ich wollte es aber ausprobieren. So sah die Frucht letztes Jahr aus:

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Northern Lights 2018 –> Samenquelle

Die Sorte wird als frühreifere mittelgroße Fleischtomate beschrieben. Die Früchte sind sehr schön, gelb-rosa-orange marmoriert, plattrund, fleischig, saftig. Der Geschmack wird als mild, süß-fruchtig beschrieben. Ich fand den Geschmack auch toll, aber nicht mild.

Daraus habe ich zwei Pflanzen gezogen. Eine sieht aus wie die Folge eines degenerierten Hybrid-Saatgutes: Ganz gestört in ihrem Wachstum, sieht total ungesund aus, als würde ihr ernsthaft etwas fehlen. Kaum Fruchtansatz, wenn dann auch anders gefärbt und geformt und kleinwüchsig. Die andere Pflanze sieht gut aus und hat diese tollen Früchte hervor gebracht:

Northern Lights aus dem Samen der obigen Frucht, 2019

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Nachbars Garten: Besuch bei meinem Imkerpaten

Letzte Woche war ich ja bei meinem Imkerpaten im Garten zu Besuch. Mein letzter Besuch ist wirklich lange her, dabei sehe ich mir immer sehr gerne die Gärten meiner Freunde und Bekannten an. Schön war’s und Schönes wird bekanntlich noch schöner, wenn man es teilt. Deshalb dürft ihr mit mir zusammen über die Hecken schmulen.

Der Garten von meinem Imkerpaten ist ein kleiner Dschungel, denn wie viele Kleingärtner hat er das Problem, dass sein Garten für all die Pflanzen, die er haben möchte, einfach zu klein ist. Auf engen, geschwungenen Pfaden kommt man von einem Bereich in den Anderen. Jede Ecke wird ausgenutzt. Besonders ins Auge fallen die riesigen Türkenbund-Lilien, die sich über dem restlichen Grün erheben:

Das kann man sich ja immer schlecht vorstellen, wenn man nichts zum Größenvergleich hat, deshalb stelle ich mich mal dekorativ daneben. Wahnsinn oder? Ich habe auch gefragt, wie lange sie da schon stehen, um mich zu trösten, dass ich das in 15 Jahren vielleicht auch mal erreichen kann:-) Sie stehen dort seit 4 Jahren. Also irgendwas ist hier anders…

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Pollenanalyse: Was ist drin im Honig?

Vor 4 Wochen habe ich das zweite und letzte Mal in diesem Jahr Honig geschleudert. Es ist der Sommerhonig, schon nach der Akazie, aber voll in der Linde. Das sieht man auch an der Farbe aber man schmeckt es vor allem. Linde hat einen sehr spezifischen Geschmack.

Die neue Ernte

Ich möchte euch noch mal den farblichen Unterschied zwischen den beiden Honigen zeigen: Der Frühjahrshonig ist viel dunkler als der Sommerhonig. Ich finde übrigens den Frühjahreshonig besser. Viele kostende Gäste fanden zu meiner Überraschung den Sommerhonig mit Linde besser. Das hätte ich nicht gedacht, aber gut so, bleibt mehr für mich von meinem Lieblingshonig:-)

Letztes Wochenende war ich bei meinem Imkerpaten zu Besuch, nun, da die stressige Zeit mit den Bienen vorbei ist, kann man sich wieder den gemütlichen Dingen widmen und bei dieser Gelegenheit zeigte er mir die Pollenanalysen, die er hat machen lassen, für die Honige, die wir im Frühjahr geschleudert hatten. Die Pollenanalyse ist kein ganz günstiger Spass, aber es ist sinnvoll, wenn ein Großabnehmer dies wünscht und man kann den Honig teilweise auch besser verkaufen, wenn man den Kunden sagen kann, was drin ist. Ist auch Grundlage für eine genauere Deklaration. Die Leute stehen auf Sortenhonige. Ich bin glücklicher Profiteur der ganzen Sache.

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Kletterkatzen am Spalier

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist IMG_20190714_1300315-e1564446603512-871x1024.jpgNeulich schlenderte ich wieder knipsend durch den Garten, als ich mit ansah, wie meine alte, dicke Katze Kitty das Rosenspalier hoch kletterte. Ich traute kaum meinen Augen. Es gab Zeiten, da konnte Kitty nicht aufs Sofa springen, geschweige denn aufs Fensterbrett. Ich erinnere mich, wie sie mal vom Schlafboden geplumpst ist, als sie von einem Balken aus dort hin springen wollte. Und nun klettert sie wie selbstverständlich äußerst flüssig diese senkrechte Lattenwand hoch! Garten ist für alle gut!

Ich wollte ja nur ein bisschen den Bereich um dieses Spalier fotografieren, zum Beispiel die Euphorbia x martinii – meine Busch-Wolfsmilch, oder die Kletterhortensie und die Funkie ‘George Smith’:

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Gartenrundgang Juli 2019

Liebe Blogfreunde, lang lang ist er her, der letzte Gartenrundgang. Ich hatte so schrecklich viel zu tun, dass dafür leider keine Zeit mehr blieb. Ich hatte nicht mal die Energie Fotos zu machen. Der Garten Ende Juni bis Mitte Juli ist deshalb dieses Jahr quasi ausgefallen. Aber nun gibt es endlich wieder was zu sehen. Ich bin wieder durch den Garten spaziert und habe beseelt geknipst. Es sind wieder viel zu viele Fotos, ich musste einiges nachholen :-). Heute gibt es den Juli-Rundgang durch den Staudengarten.

Die gelbe Skabiose
“Es ist so heiß!!”

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Der Gemüsegarten im Juli

Liebe Blogfreunde, lang lang ist er her, der letzte Blogartikel über den Garten. Ich hatte so schrecklich viel zu tun, dass dafür leider keine Zeit mehr blieb. Ich hatte nicht mal die Energie Fotos zu machen. Das es soweit einmal kommen könnte, habe ich selbst nicht für möglich gehalten.

Frühstück bei Gartenfreunden: Brombeere ‘Loch Ness’ (sehr wohlschmeckend, nicht sauer sondern süß) und Taglilien. Ja, Taglilienblüten kann man essen. Mir schmecken sie gut:-)

Der Garten Ende Juni bis Mitte Juli ist deshalb dieses Jahr quasi ausgefallen. Aber nun gibt es endlich wieder was zu sehen. Ich bin wieder durch den Garten spaziert und habe beseelt geknipst. Es sind wieder viel zu viele Fotos, weswegen ich ein bisschen sortieren muss. Deshalb gibt es heute nur den Gemüsegarten:

Wegen des Zeitmangels musste ich mich dieses Jahr auf einfache bzw. wenig aufwändige Kulturen beschränken. Vorne stehen die blauen Buschbohnen ‘Purple Queen’.

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Buschbohne ‘Purple Queen’

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1. Honigernte: Wie geht eigentlich Honigschleudern?

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Jetzt kommt endlich der Post zum Honig schleudern! Letztes Jahr durfte ich bei meinem Imkerpaten das erste Mal beim Honig schleudern helfen, dieses Jahr habe ich mit ihm ach meinen eigenen Honig geschleudert. Für die routinierten Imker normal und banal und keinen Kommentar wert, für mich spannend und lehrreich, denn ich durfte überall selbst Hand mit anlegen.

Erste Erkenntnis: Honigschleudern ist eine langwierige Angelegenheit- hier wurde 6 Stunden gearbeitet, nur fürs Schleudern (Ohne Endreinigung der Räumlichkeit). Zweite Erkenntnis: Es ist eine ganz schöne Sauerei. Man tut gut daran, die passenden Räumlichkeiten und Hilfsmittel zu haben.

Es war die erste Ernte im Jahr, die Frühjahrestracht. Mein Imkerpate hatte aus all seinen Völkern von verschiedenen Standorten die Honigwaben zusammen getragen. Hier standen sie nun alle übereinander gestapelt und warteten darauf, entdeckelt zu werden. Vor dem Entdeckeln wird mit dem Stockmeißel der Anbau auf den Oberträgern entfernt.

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Das ist alles schönes, neues Wachs was gesammelt, aufbereitet und so dem Wachskreislauf wieder zugeführt werden kann oder verkauft werden kann. Mit dem Wachs in den Honigwaben macht man das nicht, das wird, wenn es eingeschmolzen wird, dem Kreislauf entzogen. Denn dieses Wachs kann durch Bienenmedikamente oder Einträge aus der Landwirtschaft belastet sein. Solches Wachs benutzt man dann zur Herstellung von Kerzen oder in der Industrie usw., wenn man Großimker und nennenswerte Mengen abgeben kann.

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Lupilove und der Rosenbogen

In den letzten zwei Wochen haben die Lupinen geblüht und sind schon wieder dahin, gleiches gilt für die holländischen Iris- eine Wand aus Blüten! Massenpflanzungen sind immer sehr beeindruckend. Die Rosen dagegen verteilen ihren Blühbeginn über die gesamte Zeit. Die Späteste “Dortmund” hat noch gar nicht angefangen.

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Bienen: Aus 1 mach 4: Mission Schwarmfang

Leben ist das, was passiert, während du dabei bist, andere Pläne zu schmieden. Das gilt auch für meine Pläne mit den Bienen. Ich dachte ja ich hätte das Thema Schwarmkontrolle erfolgreich hinter mich gebracht, aber ich hatte mich geirrt und der Grund ist einfach: Meine mangelnde Erfahrung.

Ich hatte doch einen Königinnenableger gemacht und 3/4 des Volkes mit zwei Weiselzellen (bereits gelegte Königinnen) in der alten Kiste zurück gelassen. Weil das Volk aber nun erst mal ohne Königin war, bekamen sie Panik und legten Nachschaffungzellen an. Die erste Königin stach nicht die zweitgeborene ab, wie ich erwartet hatte, weil das Volk bereits zu stark in Schwarmstimmung war, als ich eingriff. Und während ich mich schön zurück lehnte, machte sich die erste Königin mit der Hälfte der Bienen in der alten Behausung auf zu neuen Ufern:

Diese Traube war riesig und sauschwer. Ich konnte die Kiste mit den Bienen nicht mehr alleine heben. Zu dem Eigengewicht der Bienen kommt ach noch 2-3 Kg Honig dazu, den so ein Schwarm als Reiseproviant mitnimmt.

Normalerweise macht man das nicht nachts, denn dann können die Bienen sich nicht selbst in die Schwarmfangkiste einfinden, weil es zu kalt ist und sie nicht auffliegen können.

Warum habe ich es dann nachts gemacht? Weil ich nicht wusste, wann der Schwarm abgegangen war und wie lange er da hing. Denn so ein Schwarm bleibt nicht lange in dieser Traube hängen. Beim ersten Sonnenstrahl am nächsten Morgen hätte er weg sein können. Deshalb musste ich es sofort machen, als wir ihn bemerkten. (Anruf von meinem Mann: ” Wart mal, hier hängt irgendwas im Baum, ne Tüte oder sow…. ach du *!!”–> Für Interessierte: Wie entscheiden Bienen sich für eine neue Behausung (in englisch) Vortrag von Tom Seeley, professor of neurobiology and behavior: Honeybee Democracy

Mein Mann hat ein kleines Filmchen gemacht, von meinen Bemühungen den ersten Schwarm einzutüten, die Musik dazu hat er gleich dazu gemacht:

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Gartenrundgang Ende Mai

Heute gibt es wieder einen klassischen Gartenrundgang: Gucken was wächst und was sich wie entwickelt. Neu an diesem Standort: Die schwefelgelbe Iris. Sie macht sich prächtig, deutlich besser als an ihrem alten Standort. Der Rhododendron kämpft darum den Farn zu überragen, um überhaupt noch Licht abzukriegen.
Im Garten beginnt jetzt wieder die lila Phase: Lila dominiert das Bild, hier von Allium und Akelei.

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