Category: Gartenrundgang (page 2 of 9)

Schlupf der Mauerbiene & Frühjahrsblüher

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Heute habe ich den restlichen Wein an der Giebelseite geschnitten und wie immer das Loch in der Mauer inspiziert, in das eine Wildbiene ihre Brut gelegt hatte. Eher beiläufig, wie immer eben im Vorbeigehen, doch heute gab es etwas Neues zu sehen! Die ersten Bienen haben sich durch ihren Lehmdeckel gefressen, aber sie verharren in ihrem Gang. Vielleicht ist es ihnen zu kalt? In dem anderen Bohrloch sitzt auch eine geschlüpfte Solitärbiene. Ich dachte ja, das  Loch sei nicht belegt, weil es nicht bis vorne belegt war, im Gegensatz zu dem Anderen. Tief im Tunnel sitzt die geschlüpfte Biene. Ich habe mit der Taschenlampe rein geleuchtet, konnte aber kein Foto machen.

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Den ganzen Tag, habe ich geguckt, ob die Biene doch einen Ausflug machen will, aber sie tat es nicht. Ich bin gespannt, wie es in den nächsten Tagen aussieht. Aber wahrscheinlich ist sie einfach weg, wenn ich das nächste mal komme.

Auch meine Honigbienen sind aktiv und sammeln fleißig Pollen.  Bei meinem Nachbarn mit den unglaublich vielen Frühblühern finden sie ab Februar immer ein gutes Angebot, aber auch ich habe ein paar schöne Blüten zu bieten, und ich arbeite daran, dass es mehr wird. Ich zeige bis auf den Neuzugang ja jedes Jahr die gleichen Pflanzen, deswegen verzichte ich heuer darauf alle namentlich vorzustellen.

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Der Topfgarten über den Dächern von Kairo

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 Cairo Urban Gardener

Meine Freundin Bianca lebt seit vielen Jahren in Ägypten.  Seit einigen Jahren wohnt sie in einer Wohnung mit einer riesigen Dachterasse von 97 Quadratmetern.  Über die Jahre hat sie dort einen Dachgarten entwickelt, in dem sie ihrer Leidenschaft für Kakteen und Sukkulenten frönt, aber auch so viel Nutzpflanzen anbaut, wie in Topfkultur und dem dortigen Klima möglich ist.

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Für mich ist es immer wieder spannend zu sehen, was es  bedeutet, in einer so anderen Klimazone zu gärtnern und Topfgärtnern auf einer Dachterasse in einer 9 Mio. Stadt ist noch mal eine ganz andere Hausnummer. Die Motivation und die Liebe zum Wachsen und Gedeihen teilen wir aber gleicher Maßen.

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Es lebt! – Frühlingserwachen bei den Honigbienen

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Viele haben mich in letzter Zeit gefragt, wie es den Bienen geht, was gerade bei ihnen passiert und woher ich das weiß. Ich wollte gerade ganz trocken ausholen vom Ist-Stand zu berichten, aber siehe da, das Wetter spielt mir in die Hände: Die Bienen fliegen (schon zum zweiten Mal), aber ich bin das erste Mal Zeuge. Heute waren es 15 Grad, das ist der Startschuss für die Bienen, obwohl erst Mitte Februar ist.

Woher weiß ich, dass sie schon mal geflogen sind in den letzten Tagen? Sie haben tote Bienen vor die Tür gekehrt und eine Biene war auf dem Anflugbrett verklammt.

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Verklammen:

Honigbienen sind wechselwarme Tiere. Die Körpertemperatur wechselwarmer Tiere entspricht nahezu der Temperatur der Umgebung. Im Bienenvolk ist es durch das Wärmen des Brutnestes relativ warm. Die Bienen können aufgewärmt problemlos zum Ausflug starten. Landen sie dann jedoch auf kalten Flächen, sammeln an kalten und vielleicht sogar feuchten Blüten insbesondere in Bodennähe, verlieren sie womöglich so viel Wärme, dass sie nicht wieder starten können. In der Folge verklammen sie und gehen ein. Selbst Bienen, die auf dem Rückflug zum Bienenstock auf dem kalten Boden oder im feuchten Gras vor dem Stockeingang landen, verklammen schnell und schaffen nicht mehr die Rückkehr ins wärmende Volk.

Quelle: https://www.laves.niedersachsen.de/startseite/tiere/bienenkunde/aktuelles/honigbienen-verklammen-und-sterben-vor-dem-flugloch-153634.html

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Rückblick Gartenreise England: Smallhythe Place

DSC_0755Smallhythe Place im kleinen Örtchen  Small Hythe, in der Nähe von Tenterden in Kent, ist ein Fachwerkhaus aus dem späten 15. oder frühen 16. Jahrhundert und seit 1947 vom National Trust betreut.

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Das Haus hieß ursprünglich “Port House”, denn bevor der Fluss Rother und das Meer zurückzogen und die Küstenlinine um einige Kilometer verschoben, diente es einer blühenden Werft: auf Alt-Englisch  bedeutet hythe  “Landeplatz”.

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Smallhythe Place war die Heimat der viktorianischen Schauspielerin Ellen Terry von 1899 bis zu ihrem Tod im Jahr 1928. Das Haus enthält Ellen Terrys Theater-Sammlung, während das Grundstück ihren Rosengarten, Obstgarten, die “nuttery” (Haselnusswäldchen zum gezielten Anbau) und das Scheunen-Theater beherbergt. DSC_0686

Leider konnte ich nicht viel mehr zum Haus herausfinden, obwohl es so alt ist. Die Inbesitznahme durch Ellen Terry hat alle vorigen Geschichten in den Schatten der Bedeutungslosigkeit verbannt. Sehr schade.

Es sieht so spannend aus. Sehr verwinkelt. Immer wieder wurde angebaut. Noch ein Treppchen hier, noch ein Erker da.  Hier ein Ziegeldach, dort ein Reetdach.

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Gartenrundgang Oktober und letzte große Ernte

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Blick vom Gemüsegarten über die kleine Obstwiese mit den Bienen.

Der goldene Oktober neigt sich dem Ende und langsam geht es ans Abernten und Aufräumen. Aber der Garten hat noch immer einiges zu bieten, da wird es doch mal wieder Zeit für einen Gartenrundgang:

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Jetzt spielen die Ringelblumen ihre Stärke aus: Ihre anhaltende Blüte, auch sehr spät im Jahr.  Ich schneide die Pflanzen immer zurück, damit sie sich nicht unkontrolliert aussähen. Dadurch verlängert sich die Blühdauer einer Pflanze sehr.

Die automatische Bewässerung ist noch immer in Betrieb, weil für die ersten beiden Oktoberwochen kein Regen angesagt war. Aber die Frequenz und Beregnungsdauer ist runter geregelt.

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Nach dem Foto habe ich das Spargelkraut runter geschnitten. Ein mal in der Woche nehme ich das Laub auf, zusammen mit dem Rasenmähen. Das nehme ich gerne um abgeräumte Beete zu mulchen.

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Astern und Blatschmuck im Herbst

Die Gartensaison neigt sich dem Ende und das macht mich immer sehr wehmütig. Ein Trostpflaster sind aber die Asternblüte und die schönen Farben im Laub. Da wird selbst zur Blattschmuckstaude, was eigentlich nicht als solche gilt:

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Pfingstrose im Vordergrund, Straußenfarn hinten.

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Chinesischer Bleiwurz -Ceratostigma plumbaginoides

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Endlich mal wieder ein Gartenrundgang: August

Ja, lang ist der der letzte Rundgang her… Juli 2 habe ich gleich ganz ausfallen lassen. Es gab einfach spannenderes und mein Arbeitsfokus lag auf anderen Kulturen. Die schönste Pracht im Jahresverlauf ist eben schon durch, in der zweiten Julihälfte habe ich eine kleine Blühlücke. Es gibt keine tolle Prachstaude oder Massenpflanzung in meinem Garten ,die das Bild in der Zeit schön dominiert.

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Aber jetzt wendet sich wieder das Blatt und es kommen wieder mehr Pflanzen in die Blüte. Der Oleander blüht ja durchgängig. Die Gaura rechts sah Anfang des Jahres so aus, als wäre sie gestorben, aber sie hat sich wieder aufgerappelt. Ein paar vereinzelte Triebe hat sie dann doch geschoben. Ich denke, dass sie ev. einen Frostschaden bekommen hat. Unten: Ersatzpflanzung für das Sandglöckchen. Es scheint der perfekte Standort zu sein. Die neue Spornblume wächst kräftig und blüht, sie sieht schon fast besser als meine alteingesessene im Beet aus.

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Diese Kombination aus Pflanze, Kies und Muscheln erinnert mich außerdem an meinen Englandurlaub 2017, wo ich Pflanze mal in ihrem natürlichen Habitat bewundern konnte. So sah das aus:

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Blümchenguck Juni II & Juli I

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Ich habe wieder Blümchen- über Blümchenfotos gesammelt und natürlich auch ein paar Bestäuberfotos, deshalb nicht lang reden sondern gucken:

Die Phloxe:

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Achillea ptarmica ‘Schneeball’ – Gefüllte Bertramsgarbe, darunter  links oben ‘Kirmesländer, ‘Anne’, eine namenlose Taglilie, und Waldhortensie ‘Annabelle’ mit Herstannemonen. Die blühen seit dem Ableger nehmen das 1. Mal.

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Suchbild Katze

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Zwei Wochen Nutzgarten: Johannistag bis 8. Juli

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Dank viel Beregnung mit dem Rasensprenger, sieht mein Garten immer noch grün aus, während drum herum die Wälder und Äcker brennen. Schlimm. Ich graule mich aber vor der diesjährigen Wasserrechnung.

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Das erste Ernteprodukt in den zwei Wochen  waren die Johannisbeeren, die von meinem Nachbarn rüber wachsen. Als Ausgleich wachsen bei ihm meine zu ihm Kirschen rüber.

Der Gemüsegarten ist dies Jahr schwierig und deshalb etwas frustierend für mich. Ich habe diverse Problemchen, durch das ein oder andere Getier, darunter auch mein Hausgetier oder wieder mal durch oder Pilz- oder Viruserkrankungen.

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Hier sieht man ein gutes Beispiel: Schäden durch Ameisen. Erst haben sie mir die Wurzeln meiner Setzlinge angenagt, so  das ein paar Kohlrabi und Rote Beete eingegangen sind. Bei denen, die geworden sind, gingen sie dazu über die Epidermis anzunagen und die Säfte zu saugen, die die Pflanzen versorgen. Später, wenn die Epidermis dicker wurde, ließen sie davon ab, aber so sah dann der ausgewachsene Kohlrabi aus: Aus einer kleinen Schadstelle am Baby-Kohlrabi wurde ein große Narbe. Continue reading

Gartenrundgang Juni: 15 Tage Blümchenguck- Teil 2

Kleine Warnung vorweg, das ist ein laaanger Artikel:-)

Rund ums Gewächshaus:

Am besten wächst, was sich selbst den Standort gewählt hat, wie hier dieKandelaber Königskerze (Verbascum olympicum) – von Kandelaber ist aber wenig zu sehen-, die ich alle Jahre immer wieder an geringfügig wechselnden Stellen um das Kiesbeet habe. Sie fügt sich wunderschön ein zwischen dem Oleander und dem Steppensalbei.

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