Reh-Garten wurde ausgezeichnet!

Juhuu! Mein Garten wurde ausgezeichnet! Dieses Jahr habe ich zum ersten mal überhaupt an einem Gartenwettbewerb teilgenommen. Das Thema war “Bestäubend schön Berlin- Begrünen für Wildbienen und Co.” Und das ist ja genau mein Thema! Da musste ich einfach mitmachen, aber dass das so toll ausgeht, hätte ich ich selbst nicht gedacht. Der Wettbewerb lief seit März, im Juni hatte ich meine Bewerbung eingereicht und jede Woche kontrollierte ich, ob eine Einladung für die ersten 50 Bewerber ist Haus geflattert wäre. Aber es kam nichts. 11 Tage vor Einsendeschluss im September stellte sich durch Zufall heraus, das meine Bewerbung nicht angekommen war. Blankes Entsetzen! Die Tücken der Technik. Gott sei Dank hat es dann doch noch geklappt.

Ach das war alles so aufgregend, ich bin immer noch ganz aufgeregt, wenn ich daran zurück denke. Ich war so glücklich und habe mich so gefreut! Es bedeutet mir wirklich viel.

Der Artikel dazu in der aktuellen Ausgabe vom Berliner Schrebergärtnermagazin, das alle Kleingärtner bekommen. Ohne meine Freunde Frank und Christiane, die den 3. Platz belegten, hätte ich mich gar nicht beworben, denn ich hätte sonst gar nicht mit bekommen, dass es den Wettbewerb gab.

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Die wunderschönen Kränze von Laubenpieperei

Meine liebe Gartenfreundin Mia hat eine Leidenschaft fürs Kränzebinden. Dazu hat sie auch noch unglaubliches Talent: Ihre Kränze sehen umwerfend schön aus und das Beste: Man kann sie auch noch kaufen. Von Null auf hundert wurde aus ihrer kleinen neuen Leidenschaft ein kleines Gewerbe.

Die Inspiration kam zuerst durch die Dinge, die sie im Garten fand. Das waren zum Beispiel alte Hortensienblüten, die abgeschnitten werden mussten oder Hagebutten ihrer Kletterrose. Als der Garten leerer wurde, fing Mia an spazieren zu gehen, immer auf der Jagd nach einer schönen Struktur, einer tollen Farbe oder einer reizvollen Form. Freunde und Gartennachbarn bekamen natürlich schnell Wind von ihrer neuen Leidenschaft und versorgten sie überaus liebenswürdig mit Naturgütern, die bei ihnen anfielen. Diese Strohblumen hat Mia von einem Nachbarn geschenkt bekommen, von einem Anderen bekam sie eine Menge Fuchschwänze.

Fuchsschwänze, Efeu-Fruchtstände und Zieräpfel

Seitdem, sagt sie, hat sie angefangen anders durch die Natur zu gehen. Sie hat nun einen anderen Blick auf die Natur, die sie umgibt. Alles wird auf Kranztauglichkeit geprüft. Ihr Blick richtet sich auf Details und Strukturen, die ihr vorher so nicht aufgefallen sind. Ständig läuft sie mit ausgebeulten Taschen herum, weil sich darin Tannenzapfen und Eicheln drängeln.

Nicht alles lässt sich vor der Haustür finden. Für manche Dinge, wie bestimmte Pflanzenmaterialien, Kerzen oder die Kranzrohlinge muss Mia in den Blumengroßmarkt Berlin. Leider ist der aber ganz schön teuer und das macht auch die Kränze etwas teurer. So wird also weiter so viel, wie es geht hier und da gesammelt, damit Mia immer aus dem Vollen schöpfen kann.

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Leben und Sterben im Vogelhäuschen

Ich habe die Gunst der Stunde genutzt um meine Vogelhäuschen zu kontrollieren und zu reinigen, bevor die Standvögel wieder anfangen die Nistkästen auszukundschaften oder sich vor den kalten Winterwinden darin zu verstecken.

In dem weißen Vogelhäuschen hatte eine Blaumeise erfolgreich gebrütet. Danach hatte ich das Nest, das darin verblieben war einmal aus Hospital für einen angefahren Feldsperling genutzt. Danach habe ich nicht mehr rein geguckt. Als ich jetzt wieder rein sah, hing diese sehr große Puppenhülle oben am Deckel.

Das Häuschen hat einen Spiegel im Dach eingebaut, wenn man ihn ankippt, kann man sehen was sich unten tut. Das kann man in der Saison von unten mit einen Stock machen und so stört man sehr wenig- tolles Design. Jetzt ist der Spiegel von einen haarigen Gespinst überzogen. Alles ist voll mit Insektenkacke und links hängt noch eine kleine Puppenhülle.

Aber so ein Ding habe ich noch nie gesehen und weil ich mal wieder Pareys Insektenführer nicht da habe und meine anderen Bücher alle keine Auskunft über Puppen geben, habe ich immer noch nicht raus finden können, was das für ein Tier war. Ich tippe auf Schwärmer, auf alle fälle irgend ein sehr großer Nachtfalter. Wer weiß, zu welchem Insekt diese Puppe gehört?

Das ist mein zweites Häuschen, das, welches ich letztes Jahr selbst gebaut hatte. Mir war aufgefallen, dass es nicht belegt wurde und ich habe mir so meine Gedanken dazu gemacht, aber da es fest verschraubt war, konnte ich es nicht so einfach kontrollieren. Zum Kontrollieren, muss man es erst vom Baum nehmen und aufschrauben und das hätte eine unbemerkte Belegung doch sehr stören können.

Nun, da ich ich es endlich kontrollieren konnte, war ich doch sehr überrascht, denn es war sehr wohl belegt, leider aber mit einer Kohlmeisenmumie.

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Einheimische Stauden & naturnahe Pflanzungen : Die Früh-Sommerfraktion

Im Frühjahr habe einen Post über Gärtnern mit Wildstauden gemacht, der recht interessiert gelesen wurde, leider bin ich zeitnah nicht dazu gekommen ihn mit den anderen Frühlingststauden und den Sommerstauden fortzuführen. Nun, da wir alle mehr Zeit in unseren vier Wänden verbringen, möchte ich das endlich nachholen.

Heimische Wildstauden kommen in Deutschland wild und indigen in der freien Natur vor. Die Einen häufiger, die anderen seltener oder in engeren Verbreitungsgebeiten, wie zum Beispiel den Alpen. Einige dieser Pflanzen kommen so selten vor, dass sie auf der Roten Liste stehen. Daneben gibt es wild vorkommende, konkurrenzstarke Pflanzen, die eingeschleppt oder gezielt ausgebracht wurden oder aus Gärten ausgebüchst sind und sich auch ohne Pflege “draußen” etablieren konnten . Diese Pflanzen bezeichnet man als Neophyten.

Wildstauden finden in Gärten leider immer noch zu wenig Verwendung, doch das Interesse wächst in letzter Zeit. Der Grund dafür liegt wahrscheinlich in der Debatte um das Insektensterben. Warum, einheimische Wildpflanzen hier so eine bedeutende Rolle spielen, erkläre ich weiter unten. Häufig sind Wildstauden wüchsiger und robust und oftmals sind wirklich sehr schön anzusehen. Also woran liegt es, dass sie immer noch recht selten Eingang finden? Vielleicht, weil hier und da ihre Blüten nicht so groß sind, oder sie eine kleinere Farbpalette aufweisen. Sicher aber auch, weil sie nicht zum Sortiment von Baumärkten und Pflanzenhandel gehören. Der Zugang ist erschwert.

Orange-rotes Habichtskraut, Fingerhut und Ferkelkraut.

Bei naturnahen Pflanzungen werden auch nicht heimische Arten genutzt, die aber in anderen Florenregionen oder Zonen wild vorkommen. Oder es handelt sich um Auslesen bzw. Verbesserungen von heimischen Arten, weshalb sie nicht als heimische Wildpflanzen bezeichnet werden können, auf einige Pflanzen dieser Kategorie werde ich auch eingehen.

Beispiel für eine naturnahe Pflanzung mit verschiedenen Skabiosen, Purpur-Witwenblume, Steppensalbei und Lupinen.

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Fledermausmonitoring und was wir im Garten für Fledermäuse tun können

Fledermausfotos mit freundlicher Genehmigung von Christoph Prochotta

Diesen Herbst hatte ich das Vergnügen beim Fledermausmonitoring dabei sein zu dürfen. Das Monitoring ist das Überwachen der Bestände in Größe und Artzusammensetzung an bestimmten Orten oder über bestimmte Routen, zb. bei wandernden Arten. Die Tiere werden auch gewogen, um Rückschlüsse auf ihren Gesundheitszustand zu ziehen und sie werden auf Parasiten untersucht. Diese Fledermäuse wurden auch beringt, genau so, wie auch Vögel beringt werden.

Diese Aktion war öffentlich und Teil der Öffentlichkeitsarbeit vom Nabu und dem Schutzgebiet, in dem die Fledermäuse gefangen wurden. Nur ganz wenige Experten haben aber für das betreffende Bundesland eine Fangberechtigung und dürfen diese Arbeit praktisch ausführen, während alle anderen gucken dürfen.

Und wie läuft so etwas ab?

Alle Fledermausfotos mit freundlicher Genehmigung von Christoph Prochotta

Zu Einbruch der Dunkelheit werden die Fangnetze an den vermuteten Flugschneisen aufgestellt. Sie sind 5 Meter hoch und noch um einiges breiter. Das Material ist ein ganz dünnes Netz, vom Material so dünn wie eine Strumpfhose aber schon eher netzartig als gewoben.

Am erfolgreichsten fängt hier der frühe Vogel, denn die Fledermäuse können mit etwas Mühe und besonders bei Wind die Netze dennoch wahrnehmen. Die Experten haben den Eindruck, dass die Fledermäuse eine geringere Wahrnehmungsfähigkeit zeigen, wenn sie gerade aus dem Bett gepurzelt sind und zum nächtlichen Frühstück ihr Versteck verlassen.

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Auf der Streuobstwiese: Apfelernte und tolle Apfel & Birnensorten

Mitte September konnte ich mithelfen bei der Apfelernte auf einer Streuobstwiese. Diese Streuobstwiese entstand Mitte der ’90iger Jahre als Ausgleichs- bzw. Ersatzmaßnahme im Rahmen des Naturschutzrechts. Die Bäume sind verhältnismäßig jung und im besten Ertragsalter.

Trotz der Trockenheit hingen die Bäume unglaublich voll. Andere Streuobstwiesen und auch viele meiner Gartennachbarn hatten dies Jahr so gut wie keine Apfelernte. Diese Unterschiede sind schon interessant.

In wenigen Stunden wurde der ganze Anhänger voll. Ich glaube es waren 2,5 Tonnen, die da rauf gehen. Bei solchen Massen heißt es ‘think big’! Hier wird anders gesammelt als in meinem Garten. Und zwar so:

Erst werden große Planen unter den Bäumen ausgelegt, damit die neuen, guten Äpfel sich nicht mit dem bereits Gefallen und Angegammelten vermischen. Das selektieren würde sonst ewig dauern.
und dann kommt alles runter..

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Späte Blüten, warme Tage- immer noch Hunger auf Nektar

Heute war ich nach 2 Wochen Abwesenheit endlich wieder im Garten. Es blühen immer noch die gleichen Astern und neu auch noch die ganz Späten. Und weil es heute so warm war, waren auch meine Bienen noch unterwegs. Aber nicht nur sie.

Das sind meine ganz späten Glattblattastern. Weil der Bereich relativ schattig ist, blühen sie so spät. Und das bringt sie auch dazu so hoch zu werden, weil sie sich dermaßen nach der Sonne strecken müssen. Die Blüten sind im Vergleich auch relativ groß. In Manchen Jahren ist es so spät und das Wetter schon so oll, dass man gar nichts mehr von ihnen hat. Dieses Jahr sehe ich sie mal in ihrer vollen Pracht.

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Grüne Tomaten& Chilimassen- Das frühe Ende der Tomatensaison

Es ist wie jedes Jahr: Eine einzige (übrigens mal wieder viel zu frühe) Frostnacht reicht aus um die Tomatensaison abrupt zu beenden. Ganz gemein! Ich hatte schon am Vortag die letzten reifen Früchte geerntet und auch alle verblieben Paprika und Chili. Ich konnte es nicht glauben, als sie im Radio vor Nachtfrost warnten. Ich checkte gleich den Online-Wetterbereicht- 3 Grad. Juchu, dachte ich, Entwarnung. Pustekuchen! Gut dass ich die Peppino reingeholt hatte.

Grüne Thunder Mountain Longhorn, rote und schwarze Tasmanien Black, und Pep. Orange im Vordergrund

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Kleiner Gartenrundgang September und Erntedank

Der Gartenrundgang September fällt etwas klein aus, denn ich hatte zu wenig Zeit im Garten um ihn schön herzurichten und mit Bedauern muss ich feststellen, dass ich leider nicht so schöne Herbstpflanzungen habe, die der Fülle des Sommers gleich kommen. Ich habe schon wieder so schöne Herbstgärten gesehen, dagegen sieht meiner ganz erbärmlich aus. Es gibt einfach nicht so viel zu zeigen und deshalb knipse ich auch weniger. Aber Wenigstens die Astern machen eine gute Figur.

Der Beinwell rechts wird langsam und überwuchert hoffentlich den Giersch. Sieht gut aus und ist auch noch nützlich. Die Stelle wird genau so, wie ich wollte.

Kissenaster

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Anbauerfahrung Paprika- und Chili 2019

Tasmanian Black

Auch bei Chilis mag ich dunkle Sorten besonders gerne. Dies Jahr hatte ich zwei Dunkle im Programm und zwar die Tasmanian Black (oben) und die Palmichal Negro.

Tasmanian Black

Platz 1 hat dieses Jahr die Tazmanian Black gewonnen. Die Sorte hat sich als wüchsig, frühreifend und besonders reich tragend erwiesen. Die Pflanzen verzweigen sich schon relativ früh und dementsprechend stark über die gesamte Wachstumsperiode. Das multipliziert die Ernte. Allerdings macht es das auch schwer, die Pflanzen richtig anzubinden und zu stützen.

Am besten ist natürlich die Pflanze im Kübel vor der Hauswand gewachsen. Hier ist es besonders warm und sonnig, aber das Wasser ist dank der Tropfbewässerung großzügig. Aber auch die Exemplare im Folientunnel sind ganz gut geworden und das ist nicht bei allen Chilis so. Ich würde die Sorte deshalb auch als freilandtauglich bezeichnen.

Die Tasmanian Black besticht schon durch ihr dunkles Laub, das man vor allem bei der Jungpflanze sieht. Das macht es einfacher sie bei der Aufzucht von Anderen zu unterscheiden. Später sieht man das nicht mehr so. Auch ihre Blüten sind lila. Zuletzt glänzt sie mit ihren ca. 7cm langen fast schwarzen Früchten, die von dunkelviolett nach rot abreifen.

Die angegebene Wuchshöhe hat sie bei mir nicht erreicht, sie ist bei mir so 70 cm hoch geworden. Die Früchte sollten eine Schärfe von 4-6 erreichen, dem würde ich zustimmen. Dadurch dass man die Früchte auch schon schwarz- also unreif ernten kann, setzt die Ernte früh ein. Das Abreifen von schwarz nach rot sieht spektakulär aus.

Reife rote und unreife Schwarze Chilischoten der Tasmanian Black.

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